Statistik : Wer verdient am besten in MV?

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Die Tops und Flops der Berufe in Mecklenburg-Vorpommern

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02. Mai 2017, 05:00 Uhr

Wer in seinem Job in Mecklenburg-Vorpommern möglichst viel Geld verdienen will, sollte studieren, Verantwortung auf sich nehmen und in einem Unternehmen mit vielen Beschäftigten arbeiten. Das lässt sich aus der jüngsten Erhebung zu den Löhnen und Gehältern im Land ablesen, die das Statistische Landesamt pünktlich zum Tag der Arbeit veröffentlicht hat. Wichtig ist außerdem die Branche. Dass Männer mehr Geld verdienen als Frauen, trifft in Mecklenburg-Vorpommern nicht überall zu. Es gibt interessante Ausnahmen.

Im Einzelnen: Die Top-Verdiener im Nordosten arbeiten in Bildung und Erziehung. Die Gruppe, zu der die Lehrer gehören, kam im vierten Quartal 2016 auf einen Bruttostundenverdienst von 29,55 Euro und in Vollzeit auf ein Monatsbrutto von 5124 Euro einschließlich Sonderzahlungen. Im Vergleich zu vor einem Jahr gab es ein sattes Plus von 4,7 Prozent. Ähnlich gut verdient wird in Unternehmen der Energieversorgung mit einem durchschnittlichen Stundenbrutto von 29,24 Euro sowie im Finanz- und Versicherungssektor mit 29,16 Euro.

Am unteren Ende der Lohnskala rangieren das Gastgewerbe mit im Schnitt 11,40 Euro pro Stunde und die Erbringer wirtschaftlicher Dienstleistungen mit 12,19 Euro. Am Bau sind mit 15,77 Euro die Verdienstmöglichkeiten im Durchschnitt ähnlich wie in Kunst, Unterhaltung und Erholung. Dort wurden 15,84 Euro pro Stunde ermittelt.

Dass Männer mehr verdienen als Frauen, stimmt nicht immer. Die Statistiker haben zum Beispiel herausgefunden, dass Facharbeiterinnen häufig mehr in der Lohntüte haben als ihre männlichen Kollegen. So verdienten Männer der dritten von fünf Leistungsgruppen (Arbeitnehmer mit schwierigen Fachtätigkeiten, für deren Ausübung in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung, zum Teil verbunden mit Berufserfahrung, erforderlich ist) in Betrieben mit 50 bis 99 Beschäftigten im Schnitt 2649 Euro brutto im Monat. Frauen kamen auf 2665 Euro, immer einschließlich Sonderzahlungen.

Je größer das Unternehmen, desto höher der Verdienst – auch das lässt sich der Statistik entnehmen. Wer etwa in einem Betrieb mit mehr als 1000 Arbeitnehmern als Ungelernter anheuert, bekommt in MV im Schnitt 2368 Euro monatlich. Mit eingerechnet sind Sonderzahlungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Das erhält in einem Betrieb mit bis zu 49 Beschäftigten nicht einmal ein Facharbeiter (2345 Euro). Ungelernte kommen dort nur auf 1904 Euro.

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