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Hagenow-Land : Wenn die Mauer der Ruine "blüht"

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Es handelt sich um ein ehemaliges Verwaltungsgebäude, das um die Wendezeit von der Bahn gebaut wurde, das jetzt so einen jämmerlichen Eindruck macht. Anlieger wünschen sich lieber heute als morgen einen Abriss des Hauses.

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2012 | 10:04 Uhr

Hagenow-Land | Es handelt sich um ein ehemaliges Verwaltungsgebäude, das um die Wendezeit von der Bahn in Hagenow-Land, in der Friedrich-List-Straße gebaut wurde, das jetzt so einen jämmerlichen Eindruck macht. Die Immobilie befindet sich jetzt im Eigentum der Deutschen Bahn AG. Schaut man sich das Haus näher an, fällt dem Betrachter sofort das Aufblühen der Mauern auf. Grund dafür ist eine massive Vernässung im Inneren des Gebäudes. Die Ursache dafür soll das undichte Dach sein. Die starke Feuchtigkeit führte zu einem Ausbreiten von Schimmelpilzen, ist von Anliegern zu erfahren, die ihre Probleme mit dieser Bauruine haben. Sie wünschen sich lieber heute als morgen einen Abriss des Hauses.

Auch das Bahnhofsgebäude in Hagenow-Land, nur einige hundert Meter entfernt von der Bauruine, befindet sich im Eigentum der Deutschen Bahn AG. Und jeder sieht, dass sich dieses einst so stattliche Bahnhofsgebäude jetzt ebenfalls in einem erbärmlichen Zustand befindet. Doch die Bahn findet nichts dabei, setzt vielmehr darauf, die Reisenden auszusperren, Türen und Fenster fest geschlossen zu halten, damit kein "Unbefugter" dort eindringen kann. Und die Bahn AG will lieber heute als morgen die Immobilie verkaufen. Doch wer kauft so ein Gebäude in so einer Lage?

Schnupfen, Niesen, Asthma, Husten, gerötete Augen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Hautausschläge und Verdauungsprobleme sind einige Risiken, vor denen Mediziner warnen, wenn Personen mit den gefährlichen Schimmelsporen in Verbindung kommen. Und wenn das alte Verwaltunsggebäude in der List-Straße weiter so vor sich hin gammelt, dann kann sich der Schimmel bald ungehindert ausbreiten.

Das zuständige Amt beim Landkreis Ludwigslust-Parchim wollte sich gestern auf SVZ-Nachfrage nicht weiter zu diesem Problem erklären, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt. Doch die Sprecherin betonte, dass der Landkreis das Problem mit der Schimmelbelastung erkannt habe, und gegenwärtig dabei sei, Untersuchungen durchzuführen. In einigen Woche könne die Öffentlichkeit näheres dazu erfahren. Bis dahin bleibt alles so wie es ist.

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