zur Navigation springen

Wenn das Grün über das Grundstück hinauswächst

vom

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2012 | 07:16 Uhr

Perleberg | In der Heiligengeist Straße ist es Unkraut und vor allem wilder Wein, der seinem Namen alle Ehre macht. Aber eben auch für die Nachbarn zum Problem wird, wie Gerhard Krosel berichtet. Denn der Wein hatte mittlerweile auch das Parkplatzschild für Anwohner fast komplett in Grün gehüllt. Der Ärger war hier faktisch vorprogrammiert.

Unser Leser begab sich auf den Pfad der Zuständigkeiten, telefonierte mit der GWG als dem Grundstückseigentümer, dem Ordnungsamt der Stadt und der unteren Verkehrsbehörde, die immerhin die Genehmigung für den Bewohnerparkplatz ausstellt und dafür auch zur Kasse bittet.

Und dann klingelte auch beim "Prignitzer" das Telefon. Denn die Auskunft des Ordnungsamtes, der Eigentümer sei zuständig für einen vernünftigen Verkehrsschnitt, leuchtete unserem Leser nicht ein, "schließlich handelt es sich hier um öffentlichen Verkehrsraum und da ist die Stadt doch zuständig", so Herr Krosel.

Wir fragten nach bei Robert Kazmierczak, zuständig für alle verkehrsrechtlichen Fragen bei der Stadt: Es stimme, es handelt sich um öffentlichen Verkehrsraum, der hier vom Wildwuchs betroffen ist. Insofern sei die Stadt in der Pflicht, den Eigentümer auf diesen Umstand hinzuweisen. "Was wir auch tun", betont der Ordnungsamtsmitarbeiter. Doch selbst die Säge oder Schere anzusetzen, das dürfe die Stadt nicht. Schließlich steht der Strauch nicht auf städtischem Grund und Boden. Niemand käme auf die Idee, auf einem privaten Grundstück einfach einen Strauch zu verschneiden. Und wenn doch, könnte das rechtliche Konsequenzen haben. Robert Kazmierczak appelliert in diesem Zusammenhang auch an die Anlieger insbesondere in der Pritz walker Straße, ihrer Pflicht nach zu kommen. Denn hier werde der kombinierte Geh- und Radweg mittlerweile ebenfalls vom Grünwuchs immer mehr vereinnahmt. "Auf Grund und Boden in städtischer Hoheit sorgen wir für ein entsprechendes Lichtraumprofil, wie der Fachmann sagt. Andere Eigentümer schreiben wir an, wenn sie ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Insofern sind wir dankbar für jeden Hinweis. Zwar informieren uns unsere Mitarbeiter, insbesondere die Politessen, wenn sie derartigen Wildwuchs auf Gehwegen oder an Straßen sehen, doch viele Augen sehen eben auch viel mehr."

Die GWG ihrerseits sah sich die Sache an Ort und Stelle an und hat umgehend dafür gesorgt, dass zumindest die Verkehrsschilder jetzt wieder deutlich sichtbar sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen