Pflanzenschutzrecht : Weniger Verstöße, neue Schädlinge

Einsatz gegen Schädlinge auf dem Feld

Einsatz gegen Schädlinge auf dem Feld

Bauern in MV verstoßen weniger gegen das Pflanzenschutzrecht und machen sich Sorgen um aggressive Erreger

svz.de von
22. Februar 2018, 20:30 Uhr

Die Behörden in MV haben im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger Verstöße von Bauern gegen das Pflanzenschutzrecht als 2016 registriert. „Die abnehmende Anzahl Verstöße unterstreicht den Trend zu einem immer geringeren Problemniveau der in der Öffentlichkeit ängstlich beobachteten und oft stark kritisierten Einsätze von Spritzentechnik auf den Kulturflächen“, erklärte der Dezernatsleiter im Pflanzenschutzdienst beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf), Stephan Goltermann, am Donnerstag in Rostock.

Derzeit laufen die Winterschulungen für Landwirte im Nordosten. Die Experten vermitteln den Bauern Neuigkeiten aus dem Pflanzenschutzrecht und geben Empfehlungen zum Schutz von Mais, Getreide und Winterraps.

Die Bauern fürchten neue Schädlinge. So breitet sich nach Goltermanns Worten das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) rasch von Süden nach Norden aus. Bei der Gerste rückt die Sprenkelkrankheit (Ramularia) in den Fokus. Noch sei der Nordosten von dem aggressiven Blattpilz verschont, der sich auf Feldern im übrigen Bundesgebiet bereits  breitmache. Die Krankheit könne Gerstenbestände innerhalb weniger Tage zusammenbrechen lassen und sei sehr schwer zu behandeln.

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