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Bericht zum Vertretungsunterricht : Weniger Unterrichtsausfall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An Grundschulen nur 0,6 Prozent Unterricht ausgefallen. An Berufsschulen bleibt Problem bestehen

Im ersten Halbjahr ist an den allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern so wenig Unterricht ausgefallen wie noch nie. Nur 1,9 Prozent der Schulstunden wurden nicht erteilt, wie aus dem aktuellen Bericht des Bildungsministeriums zum Vertretungsunterricht hervorgeht. Der Stundenausfall wird seit dem Schuljahr 1996/97 erfasst. An den beruflichen Schulen konnte der seit Jahren hohe Ausfall nicht gestoppt werden. Für die Auszubildenden entfielen 5,6 Prozent der Stunden. Der Wert lag um 0,1 Prozentpunkte höher als im ersten Halbjahr des vorhergehenden Schuljahres.

„Hohe Unterrichtsausfälle durch elementare Ereignisse, wie zum Beispiel das Wettergeschehen, hat es nicht gegeben“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) zu den Ergebnissen des Berichts. Allerdings sei das erste Schulhalbjahr mit 20 Wochen kürzer gewesen als das Halbjahr im Schuljahr zuvor, schränkte er ein.

Krankschreibungen wegen grippaler Infekte oder Erkältungen könnten sich möglicherweise im zweiten Schulhalbjahr in der Statistik niederschlagen.

An den allgemeinbildenden Schulen sank der Anteil der Ausfallstunden laut Bericht um 0,2 Prozentpunkte unter das Niveau der vier Jahre zuvor. Die wenigsten Stunden fielen an Grundschulen aus, dort waren es 0,6 Prozent der Stunden. An Gymnasien und Gesamtschulen war der Wert mit 2,6 Prozent am höchsten. An Regionalschulen lag er bei 2,4, an Förderschulen bei 1,7 Prozent.

Insgesamt waren an den allgemeinbildenden Schulen 9,1 Prozent der Stunden zur Vertretung angefallen, 0,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Stunden konnten zum größten Teil durch Vertretungslehrer, das Zusammenlegen von Klassen, Überstunden von Lehrkräften oder Stillarbeit aufgefangen werden.

An den beruflichen Schulen fiel dagegen wie in den Vorjahren etwa jede zweite Stunde aus, die zur Vertretung anstand.„Vertretungsunterricht an beruflichen Schulen zu organisieren ist weitaus anspruchsvoller als an allgemeinbildenden Schulen“, sagte der Minister. „Eine Fachlehrkraft für Elektrotechnik kann unmöglich eine Fachlehrkraft für Kosmetik angemessen vertreten“, führte er an. Bei kurzfristigen Krankmeldungen von Lehrkräften sei es schwer, umgehend Ersatz zu finden. „An den allgemeinbildenden Schulen haben wir gute Erfahrungen mit Vertretungslehrkräften gemacht. Wir haben deshalb im laufenden Schuljahr zusätzlich 20 Stellen für Vertretungslehrkräfte an beruflichen Schulen zur Verfügung gestellt“, sagte Brodkorb.

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