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Mecklenburg-Vorpommern : Weniger Todesfälle am Arbeitsplatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Seit 2000 starben in MV 204 Menschen im Job

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern gesunken. Dennoch waren im vergangenen Jahr im Nordosten zehn Todesopfer bei Unglücken am Arbeitsplatz zu beklagen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mit. Damit starben vier Menschen weniger als im Jahr zuvor.

„In den meisten Fällen führen individuelles Fehlverhalten oder Materialversagen zu den Unfällen“, sagte Lagus-Sprecherin Anja Neutzling. Außerdem registrierte ihre Behörde im vergangenen Jahr 28 besonders schwere Arbeitsunfälle ohne Todesfälle.

Das schwerste Unglück war der tragische Absturz eines Rettungshubschraubers bei einem Übungsflug vor der Halbinsel Darß im Februar vergangenen Jahres. Der Pilot, der Notarzt und ein Sanitäter verloren dabei ihr Leben.

Schwerpunkt des Unfallgeschehens war 2014 wie in den Jahren zuvor die Baubranche. Dort wurden 13 besonders schwere und tödliche Arbeitsunfälle gemeldet, was einem Anteil von 36 Prozent entspricht.

„In diesem Jahr gab es bislang keine tödlichen Unfälle“, teilte die Lagus-Sprecherin mit. Zwei besonders schwere Unglücke hatten allerdings erhebliche Verletzungen zur Folge. Erst in der vergangenen Woche erlitt in der Nähe von Loitz (Vorpommern-Greifswald) ein 18-Jähriger einen Stromschlag, als er mit seinem Düngerfahrzeug Kontakt zu einer Starkstromleitung bekam. Er wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Klinikum Greifswald gebracht.

Insgesamt starben seit dem Jahr 2000 in Mecklenburg-Vorpommern 204 Menschen bei Unfällen im Job.

Für mehr Arbeitsschutz führte das Lagus im vergangenen Jahr in 5235 Betriebsstätten 10  900 Kontrollen vor Ort durch. Dabei wurden 8  508 Mängel registriert, die die Unternehmen abstellen mussten.

Deutschlandweit steigen die Unfallzahlen. Im ersten Halbjahr 2014 ereigneten sich 211 tödliche Arbeitsunfälle. Das waren 14 Arbeitnehmer mehr als im ersten Halbjahr 2013.

 

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