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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 08:37 Uhr

Weniger Privatinsolvenzen

vom

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2013 | 07:00 Uhr

Schwerin/Hamburg | In den ersten drei Monaten ist die Zahl der Privatpleiten in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gesunken. 653 Menschen schlitterten in die Insolvenz - das ist ein Minus von 0,9 Prozent, wie die Wirtschaftsauskunftei Bürgel gestern in Hamburg mitteilte. Je 100 000 Einwohner wurden demnach 40 Insolvenzverfahren eröffnet. Damit lag das Land an der Ostsee unter dem Bundesschnitt von 41 Fällen.

Am häufigsten wurden Verbraucherinsolvenzen im 1. Quartal 2013 mit 72 Fällen je 100 000 Einwohner in Bremen angemeldet. Es folgen die Länder Niedersachsen (55), Schleswig-Holstein (54) und Hamburg (52). Die wenigsten Privatinsolvenzen gab es in Thüringen (31) und Bayern (31). Unter dem Bundesdurchschnitt rangierten auch die Bundesländer Baden-Württemberg (33), Hessen (37), Rheinland-Pfalz und Sachsen (38). Die Hauptstadt Berlin (41) lag im Bundesdurchschnitt.

Deutschlandweit betrachtet rutschten im ersten Quartal in absoluten Zahlen 33 315 Menschen in die Pleite - 1,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Besonders im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (plus 6,8 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (plus 4,2) meldeten Menschen "Konkurs" an.

2012 war die Zahl der überschuldeten Bundesbürger auf etwa 6,7 Millionen angewachsen. "Diese Entwicklung ist ein Indikator dafür, dass die Zahl der Verbraucherinsolvenzen 2013 wieder steigen wird", sagte Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel gehe für das Jahr 2013 von bis zu 133 000 Fällen aus. Gründe für eine Privatinsolvenz seien beispielsweise Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung und Scheidung und Krankheit. Insolvent ist, wer seine Schulden dauerhaft nicht zurückzahlen kann.

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