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Kriminalitätsstatistik : Weniger Mord und Diebstahl in MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kriminalitätsstatistik für 2015 vorgestellt: 117 609 Straftaten, 61 Prozent aufgeklärt

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Trotz Flüchtlingszustroms ist die registrierte Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr nur leicht gestiegen. Das geht aus der offiziellen Kriminalitätsstatistik für 2015 hervor, die Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gestern vorstellte. Danach blieb die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr mit landesweit 117  609 Delikten und einem Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Aufklärungsquote der Polizei stieg auf 61,4 Prozent.

Etwa 23  000 ankommende Flüchtlinge hatten 2015 in Mecklenburg-Vorpommern Sorgen wegen einer möglichen Zunahme von Straftaten ausgelöst. Doch die Kriminalitätsstatistik weist in vielen Bereichen eine andere Entwicklung aus. Bei Diebstählen verzeichnete die Polizei landesweit einen Rückgang von 2,9 Prozent auf 41  188 Fälle. „Wegen der Anzahl und der Intensität dieser Straftaten hatten wir da in der Vergangenheit ein deutliches Problem“, sagte Innenminister Caffier. Aufklärungsquote 2015: 31,7 Prozent.

Die Zahl der Sexualstraftaten sank um 16 Prozent auf 906 Delikte. In 306 Fällen wurde wegen Kindesmissbrauchs ermittelt. Die Aufklärungsquote bei Sexualdelikten insgesamt beträgt 90,4 Prozent.

„Sexuelle Belästigungen oder Nötigungen durch Migranten – wie etwa massenhaft in der Sylvesternacht in Köln geschehen – sind in Mecklenburg-Vorpommern, abgesehen von Einzelfällen, nicht bekannt geworden“, sagte der Direktor des Landeskriminalamtes (LKA) Ingolf Mager.

Ein Rückgang ist auch bei Gewaltstraftaten erkennbar. Ermittelte die Polizei 2014 noch wegen 14 Morden, waren es im vergangenen Jahr nur noch acht Fälle. Alle Morde wurden 2015 aufgeklärt, die Tatverdächtigen sind ausnahmslos deutsche Staatsbürger.

Bei Körperverletzungen war ein Rückgang von 9560 auf 9470 Fälle im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Auch bei Kindesmisshandlungen gingen die Fallzahlen von 113 auf 105 Delikte zurück.

Die deutlichste Zunahme in der Kriminalitätsstatistik gab es bei Verstößen gegen das Aufenthalts-, Asylverfahrens- und Freizügigkeitsgesetz. Wenn Flüchtlinge ohne Visum oder Pass ins Land kommen, machen sie sich strafbar. Diese Delikte sind allerdings häufig den Fluchtumständen und weniger krimineller Motivation geschuldet. 6800 Fälle registrierte die Polizei – ein Plus von 400 Prozent.

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