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Hanse Sail 2012 : Weniger Großsegler, aber seltene Gäste

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Die Hanse Sail erwartet 2012 zwar weniger Großsegler, dafür aber seltene und sogar neue Gäste. Die Olympiade in London macht der Hansestadt viele Schiffe streitig. Unattraktiver werde das maritime Spektakel keinesfalls.

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2012 | 09:57 Uhr

Rostock | Die Hanse Sail wird 2012 auf einige bekannte Zugpferde verzichten müssen. So werde der russische Viermaster "Krusenstern" im Sommer im Londoner Hafen liegen, um dort als Mannschaftsquartier für russische Olympia-Sportler zu dienen, sagte Organisationschef Holger Bellgardt. Auch die niederländischen Großsegler "Thalassa" und "J. R. Tolkien" würden Rostock 2012 wegen der Olympischen Spiele in London nicht anlaufen.

"Wir haben das zu respektieren. London den Vorzug gegenüber Rostock zu geben, ist verständlich", sagte er. Unattraktiver werde das maritime Spektakel dadurch aber keinesfalls. Bereits jetzt seien 107 Schiffe angemeldet, von denen einige noch nie oder nur sehr selten in Rostock gewesen sind. Somit sei ein "buntes, maritimes Volksfest wie jedes Jahr" in Vorbereitung. Darüber hinaus sei es schlicht nicht möglich und gar nicht gewollt, mit der Hanse Sail jedes Jahr neue Rekorde aufzustellen. Viel wichtiger ist es Bellgardt und seinem Team, die Hanse Sail spannend zu erhalten und auch wieder etwas Neues zu bieten. Erstmals zu Gast werde daher etwa die "Star Flyer" sein, ein Segelkreuzfahrtschiff für 170 Gäste. "Der Windjammer hat die Hanse Sail gezielt in den Törnplan aufgenommen und bringt einen neuen Aspekt in die Veranstaltung", sagt Bellgardt. Die schwedische "Constantia" wird in diesem Jahr erst zum zweiten Mal in Rostock festmachen. Aus Bellgardts Sicht ist die "Constantia" eines der schönsten Traditionsschiffe im Ostseeraum und eine richtige Schatzkiste. Eine weitere Premiere an Rostocks Kaikante wird der mit Kohle befeuerte Schleppdampfer "Woltmann" sein, der als motorisierte Ausnahme auf dem Seglertreffen "eine neue Facette" der Hanse Sail darstellen werde.

Der Fahrplan der "Gorch Fock" steht bisher noch nicht fest. Deshalb macht sich Bellgardt Hoffnungen auf den Besuch des deutschen Marineschulschiffes. Der Cheforganisator der Hanse Sail sagt: "Vielleicht macht auch das mexikanische Segelschulschiff ,Cuauhtémoc’, das im Sommer in Europa unterwegs ist, einen Abstecher in die Ostsee."

Die Besucher könnten zudem von einer etwas geringeren Schiffszahl als im vergangenen Jahr profitieren. "Damals waren wir an der Grenze dessen, was wir vernünftig im Hafen unterbringen konnten." Einige Großsegler hätten vorübergehend keinen Platz am Passagierkai in Warnemünde gehabt und seien, unzugänglich für das Publikum, in der Werft festgemacht gewesen. "Die Schiffe kommen her, um bewundert zu werden, und das war nicht immer uneingeschränkt möglich. Derartige Probleme dürfte es 2012 nicht geben.

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