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Linke kritisiert Einsparungen : Weniger Geld für Schülerfirmen

vom
Aus der Onlineredaktion

Bildungsministerium: weniger Anleitung nötig – externe Beratung läuft aus

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Schülerfirmen in Mecklenburg-Vorpommern bekommen nach Angaben der Linken immer weniger Unterstützung. Die Landesregierung habe in den zurückliegenden Jahren ihre Beratungshilfen drastisch zurückgefahren, sagte die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg. „Standen im Jahr 2013 noch rund 576 000 Euro zur Verfügung, sind es im laufenden Jahr lediglich noch gut 36 000 Euro.“ Damit könne zurzeit nur eine Fachkraft für 22 Stunden im Monat für eine telefonische Beratung finanziert werden. „Das ist viel zu wenig“, sagte Oldenburg. Im kommenden Jahr laufe die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) vollständig aus, mit der die Schülerfirmen bei Gründung und Betrieb beratend unterstützt werden.

Das Bildungsministerium ist der Auffassung, dass nach mehr als einem Jahrzehnt Erfahrungen mit Schülerfirmen in MV weniger Anleitung von außen nötig ist. Deshalb sei die externe und ESF-finanzierte Beratung der Schülerfirmen in den letzten drei Jahren zurückgefahren worden und laufe nun aus. Parallel dazu seien die Inhalte, die für das Führen einer Schülerfirma notwendig sind, in die Rahmenpläne des Unterrichtsfachs Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik (AWT) aufgenommen worden.

Betreut würden die Schülerfirmen durch Lehrer, für die es spezielle Fortbildungen gebe. Die Zahl der Schülerfirmen im Land habe sich in den letzten Jahren nicht signifikant verändert. Mit 125 Schülerfirmen im Jahr 2016 befänden sich die Schulen des Landes auch im Bundesvergleich auf einem sehr hohen Niveau.

Die Zahl der geförderten Schülerfirmen ging indes wegen der reduzierten Förderung zurück. 2013 gab es Oldenburg zufolge 149 betreute Firmen an den Schulen des Landes, Ende 2015 seien es nur noch 88 gewesen. Dies gehe aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage hervor. Die Unternehmungen der Schüler reichten von der Pausenversorgung über Fotodienste bis hin zu Modedesign. Oldenburg nannte Schülerfirmen eine Erfolgsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie seien eine gute Möglichkeit, Schüler frühzeitig an unternehmerisches Denken, wirtschaftliches Handeln und Eigeninitiative heranzuführen, sagte sie. Die Politikerin forderte die Landesregierung auf, die Förderung von Schülerfirmen aus Landesmitteln zu sichern.

 

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