Rückgang bei Schwangerschaftsabbrüchen in MV : Weniger Frauen entscheiden sich gegen ihr Kind

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Rückgang: Noch nie sind in MV so wenig Schwangerschaftsabbrüche registriert worden wie im vergangenen Jahr. Es waren knapp 133 Eingriffe weniger als 2010.

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08. Oktober 2012, 10:16 Uhr

Wiesbaden | Noch nie sind in Mecklenburg-Vorpommern so wenig Schwangerschaftsabbrüche registriert worden wie im vergangenen Jahr, 2991 also knapp 133 Eingriffe weniger als 2010, meldet das Statistische Bundesamt aus Wiesbaden.

Während im Deutschlandschnitt 1,4 Prozent weniger Abtreibungen durchgeführt wurden, nahm die Zahl in Mecklenburg-Vorpommern noch deutlicher, nämlich um 4,2 Prozent ab. 1996 meldeten die Mediziner im Land knapp ein Drittel mehr Abtreibungen als jetzt. Im Ländervergleich liegt Mecklenburg-Vorpommern jedoch trotzdem im vorderen Bereich, wenn die Bevölkerungsdichte berücksichtigt wird. Auf 10000 Einwohner hat die Behörde 115 Schwangerschaftsabbrüche gezählt, größer ist die Zahl lediglich in Berlin (135) und in Bremen (126).

Im Gegensatz zum Bundestrend entscheiden sich in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg jedoch eher Mütter von einem Kind zu einem Schwangerschaftsabbruch als kinderlose Frauen. Im vergangenen Jahr waren das in MV 912 kinderlose Frauen, 1010 einfache und 761 zweifache Mütter, in Brandenburg 1047 kinderlose Frauen, 1370 einfache und 947 zweifache Mütter, wie aus dem Bericht der Statistiker hervorgeht. Während in anderen Bundesländern eher die niedergelassenen Gynäkologen Abtreibungen vornehmen, gehen die Frauen im Nordosten dafür ins Krankenhaus, 1649 ambulante und 32 stationäre Eingriffe.

Die meisten Schwangerschaften werden in der siebenten und achten Woche beendet, wozu eine Vakuumaspiration vorgenommen wird. Unter Vollnarkose wird dabei der Muttermund örtlich betäubt. Mit einem stumpfen Röhrchen wird der Fruchtsack mit dem Embryo und das mütterliche Schwangerschaftsgewebe sowie die Schleimhaut aus der Gebärmutter abgesaugt, weshalb dieser Eingriff auch Absaugmethode genannt wird.

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