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Statistik für Ludwigslust-Parchim : Weniger denn je brauchen Hartz IV

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Immer weniger Menschen im Landkreis sind auf Hartz IV angewiesen. Arbeitsmarktexperten teilten mit, dass „1018 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger in der Statistik sind, als vor einem Jahr."

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erstellt am 01.Aug.2012 | 06:36 Uhr

Parchim | Immer weniger Menschen im Landkreis sind auf Hartz IV angewiesen. Beim Pressegespräch in der Parchimer Geschäftsstelle der Arbeitsagentur nahmen auch die Geschäftsführer des Jobcenters des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Hagen Liedtke, sowie Dirk Heyden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwerin teil. Die Arbeitsmarktexperten konnten nicht ohne Stolz mitteilen, dass "1018 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im gesamten Landkreis weniger in der Statistik sind, als noch vor einem Jahr."

Aktuell beziehen zwischen Boizenburg und Plauer See 14 669 Frauen und Männer die so genannte Hartz-IV-Unterstützung, das sind 111 weniger als noch im Juni. Diese Zahl betrifft aber nur Personen, die älter als 15 Jahre alt sind. Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist zurückgegangen, sie sank um 51 auf nunmehr 11 185, gegenüber dem Jahresanfang sank sie um 211.

Dass man aus Hartz IV heraus wieder in versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse wechseln kann, das beweist rund ein Drittel derer, die nicht mehr in der Statistik geführt werden. Von den 1331 Frauen und Männern konnten 452 in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. In Ausbildung und anderen Maßnahmen befinden sich 278 Personen.

Wie wichtig eine abgeschlossene Berufsausbildung ist, das demonstriert die Statistik ebenfalls ziemlich deutlich. Schließlich ist die Gefahr, in diese Zonen abzudriften, für Jugendliche ohne Berufsabschluss deutlich höher, als für andere. Um möglichst viele Arbeits- und Ausbildungsstellen besetzen zu können, sollten aber die potenziellen Arbeitgeber, "vernünftige Angebote mit gerechten Löhnen machen", sind sich die Arbeitsmarktexperten sicher. So lobte Dirk Heyden die Arbeitgeber aus den Bereichen Industrie und Handel, da hier die Ausbildungsvergütungen gestiegen seien.

Auch bei der Einstiegsqualifizierung leistet die Agentur Hilfestellung. Hier werden Jugendliche, deren Zeugnisse in einzelnen Bereichen vielleicht nicht so berauschend sind, über einen gewissen Zeitraum begleitet und der potenzielle Arbeitgeber kann auf diese Weise erkennen, wo die Stärken des Bewerbers liegen. "Im günstigsten Fall", so Heiden, "kann diese Zeit sogar als erstes Lehrjahr anerkannt werden".

Seit Beginn des Jahres sind in Westmecklenburg 3162 Ausbildungsstellen gemeldet, beworben haben sich 2079, also sind noch 1083 Plätze unbesetzt. An der Spitze der Angebote stehen die Lehrstellen zum Koch (163), Kaufmann/frau im Einzelhandel (129) sowie Bürokaufleute (122). Besonders hoch im Kurs stehen bei den Jugendlichen Ausbildungswünsche in den Bereichen Kaufmann/frau im Einzelhandel (144), Verkäuferin (140) sowie medizinische Fachangestellte (107).

Während Jungen sich am iebsten als Kfz-Mechatroniker bewerben wollen, steht bei den Mädchen eine Ausbildung im Einzelhandel an der Spitze.


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