Kriminalität : Weniger „Blüten“ im Umlauf

Nachgemachte Euro-Scheine mit nur außen aufgedruckten Merkmalen 

Nachgemachte Euro-Scheine mit nur außen aufgedruckten Merkmalen 

Der rückläufige Trend bei Falschgeld setzte sich auch im ersten Halbjahr fort

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31. Juli 2018, 12:00 Uhr

Im vergangenen Jahr sind in Mecklenburg-Vorpommern erneut weniger gefälschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen worden als im Vorjahr. 2017 seien 888 Fälschungen im Wert von knapp 40 000 Euro registriert worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) gestern  mit. 2016 seien es noch 973 Fälschungen im Wert von 54 050 Euro gewesen.

Der rückläufige Trend setzte sich den Angaben zufolge auch im ersten Halbjahr diesen Jahres fort.

Seit dem letzten Höchststand im Jahr 2015 sinke die Zahl der Fälle, was die Ermittler vor allem auf die Einführung des neuen 20-Euro-Scheins im Herbst 2015 zurückführen. Am häufigsten werden laut LKA weiterhin 50-Euro- (72 Prozent) und 20-Euro-Noten (15 Prozent) gefälscht. Obwohl im April 2017 auch neue 50-Euro-Scheine eingeführt wurden, nahm die Zahl der Blüten bei ihnen aber zu.

Die Fälscher würden die Vorlagen verstärkt im so genannten Darknet erwerben und dann vervielfältigen. Neben der nötigen Ausrüstung können dort auch Pakete von Bilddateien gekauft werden, hieß es.

Doch nicht nur Scheine, sondern auch Münzen werden gefälscht. Insgesamt seien letztes Jahr 760 Münzen aus dem Verkehr gezogen worden, die Schadenssumme habe rund 1350 Euro betragen. Sowohl in der Schadenshöhe als auch den Fallzahlen entspreche dies einem Rückgang von rund 30 Prozent.

Um die Echtheit von Geldscheinen zu überprüfen, empfiehlt das LKA den einfachen „Fühlen-Sehen-Kippen“-Test und ruft zur Achtsamkeit auf, denn Falschgeld werde nicht ersetzt.

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