Falschgeldbilanz 2016 : Weniger Blüten entdeckt

Nicht jede Fäschung ist so leicht erkennbar wie dieser 300-Euro-Schein.
Nicht jede Fäschung ist so leicht erkennbar wie dieser 300-Euro-Schein.

Polizei stellte 674 gefälschte Geldscheine sicher

svz.de von
27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Wer am Glühweinstand oder beim Geschenkekauf vor Weihnachten bar bezahlt hat, muss sich in diesem Jahr weniger Sorgen machen, dass im Wechselgeld gefälschte Scheine waren. Nach Jahren mit wachsender Falschgeldkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich nach Einschätzung des Landeskriminalamtes (LKA) erstmals wieder ein Rückgang ab. Bis Ende September seien im Nordosten 674 gefälschte Geldscheine sichergestellt worden. Das waren gut 300 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die am häufigsten gefälschte Note war der 50-Euro-Schein, der mehr als die Hälfte der Blüten ausmachte.

In den Jahren zuvor hatte sich die Zahl der entdeckten falschen Euro-Banknoten im Nordosten jeweils verdoppelt. 2013 waren es 306, im Jahr darauf schon 619 und 2015 dann 1172. Bundesweit wurden im Jahr 2015 95 000 Fälschungen entdeckt. Davon seien etwa 40 Prozent 20-Euro-Scheine gewesen. In Mecklenburg-Vorpommern überwogen aber auch da schon knapp die 50-Euro-Scheine.

Mit der schrittweisen Einführung neuer Banknoten solle den Fälschern ihr kriminelles Handeln erschwert werden. Nach den 5- und 10-Euro-Scheinen wurde Ende 2015 die neue 20-Euro-Banknote mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht. Nach Einschätzung der Behörden hat das zu einem Rückgang der 20-Euro-Fälschungen und einem Ausweichen auf andere Scheine geführt.

Die neue 50-Euro-Banknote soll voraussichtlich ab April 2017 in Umlauf kommen. Fälscher nutzen nach Angaben des LKA gezielt Orte mit regem Handel und Wandel wie etwa Weihnachtsmärkte, um ihre Blüten in Umlauf zu bringen. Häufig geschehe das auch in Diskotheken, wo spärliche Beleuchtung das Erkennen falscher Banknoten erschwere und Alkoholkonsum die Aufmerksamkeit verringere. In Einzelfällen würden auch größere Stückzahlen auf einmal in Umlauf gebracht, etwa beim Kauf eines Autos. Auch das Internet werde zunehmend zur Verbreitung von Falschgeld genutzt.

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