Mecklenburg-Vorpommern : Weniger Asylverfahren vor den Verwaltungsgerichten

An den beiden Verwaltungsgerichten Mecklenburg-Vorpommerns sind 2019 weniger Asylverfahren eingegangen als noch in den Jahren zuvor.

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01. Juni 2020, 09:04 Uhr

Im vergangenen Jahr sind deutlich weniger Asylverfahren bei den Verwaltungsgerichten in Mecklenburg-Vorpommern eingegangen als noch in den beiden Jahren zuvor. Die Zahl lag 2019 bei 1180 Verfahren an den Verwaltungsgerichten in Schwerin und Greifswald, wie das Justizministerium auf Anfrage mitteilte. 2018 waren es den Angaben zufolge noch etwa 300 Verfahren mehr, 2017 sogar fast dreimal so viele.

Die Zahl der Asyl-Eilverfahren sank ebenfalls: 2019 waren es laut Ministerium 393, im Jahr zuvor noch knapp 80 mehr, 2017 waren es sogar noch mehr als 1100 Eilverfahren.

Die Zahl der Verfahrenseingänge ging demnach generell zurück an den beiden Gerichten. Im vergangenen Jahr waren es den Angaben zufolge mehr als 300 Verfahren weniger als noch 2018. Die Zahl der Verfahrenseingänge vor dem Oberverwaltungsgericht in Greifswald sei ebenfalls rückläufig gewesen im vergangenen Jahr.

Verfahrensdauer stieg dagegen an

Die durchschnittliche Verfahrensdauer an den beiden Verwaltungsgerichten stieg hingegen im vergangenen Jahr an. 2018 dauerten die Verfahren im Schnitt rund zweieinhalb Monate kürzer.

Dies sei ein statistischer Effekt. „Dieser Effekt tritt bei einem derartigen großen Abbau von Altbeständen ein und ist durchaus positiv zu sehen. Die Verwaltungsgerichte wurden seit 2016 massiv personell verstärkt, so dass viel abgearbeitet werden konnte“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU).

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