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Hoher Anteil von Abgängern ohne Schulabschlüsse : Weniger Abiturienten

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Nur jeder dritte junge Erwachsene (35,7 Prozent) in MV macht das Abitur. Im Bundesdurchschnitt schaffen das fast die Hälfte. Unverhältnismäßig hoch ist im Nordosten der Anteil der Schulabgänger ohne Schulabschluss.

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erstellt am 11.Mär.2012 | 06:33 Uhr

Gütersloh/Schwerin | Nur jeder dritte junge Erwachsene (35,7 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern macht das Abitur. Im Bundesdurchschnitt schaffen das fast die Hälfte (46,4 Prozent), in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Hamburg erhalten noch weit mehr eine Zugangsberechtigung zu Hochschulen. Das geht aus einer Studie hervor, in der die Bertelsmann Stiftung und das Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung erstmals die Schulsysteme aller Bundesländer auf Chancengerechtigkeit untersucht haben.

Mecklenburg-Vorpommern liegt damit jeweils bei zwei von vier Kriterien in der unteren beziehungsweise mittleren Gruppe. Der Ländervergleich beruht auf Daten des Schuljahres 2009/10.

Unverhältnismäßig hoch ist im Nordosten der Anteil der Schulabgänger ohne Schulabschluss. Er liegt bei 14,1 Prozent, im Bundesdurchschnitt sind es 7 Prozent. Ans Schlusslicht setzt sich MV auch durch die vielen Schüler, die eine Förderschule besuchen: 8,9 Prozent waren im vorletzten Schuljahr von der Regelschule ausgeschlossen, bundesweit waren es 5,0 Prozent.

Im Mittelfeld liegt Mecklenburg-Vorpommern bei den Ganztagsschulen, die von 35,6 Prozent der Schüler besucht werden, im Bundesdurchschnitt nur von 26,9 Prozent. Die Chance, aufs Gymnasium zu kommen, ist für Kinder aus oberen Sozialschichten im Land vier Mal höher als für Kinder unterer Sozialschichten. Im Bundesdurchschnitt beträgt der Faktor 4,5.

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