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Mecklenburg-Vorpommern

19. Oktober 2017 | 05:20 Uhr

Bestand stabil : Wenige Hasen im Nordosten

vom

In Mecklenburg-Vorpommern bekommt man Hasen seltener zu Gesicht als anderswo - im Land leben nur halb so viele Langohren wie im Bundesschnitt. Doch die Bestände stabilisieren sich. In diesem Jahr ziehen die Hasen zu Ostern schon Junge auf.

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 12:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern leben nur halb so viele Hasen wie im Bundesschnitt. Während bundesweit zwölf Hasen auf 100 Hektar Forst- und Landwirtschaftsfläche kommen, sind es im Nordosten nur fünf bis sechs, wie das Agrar- und Umweltministerium am Dienstag in Schwerin mitteilte. Es schätzt den gesamten Hasenbestand im Land auf 100 000. Die Zahl der Tiere steige aber leicht, hieß es. Schon seit 1996 sei eine Stabilisierung zu erkennen. Neben natürlichen Feinden wie Greifvögel und Füchse reduzieren Landwirtschaft und Straßenverkehr die Bestände. In ganz Deutschland wird der Feldhase in der Roten Liste als „gefährdet“ geführt. Nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung geht vor allem die Zahl der getöteten Junghasen in Deutschland in die Hunderttausende. Sie würden auf Äckern und Wiesen von Maschinen zerquetscht. Zudem fehle es in der Agrarlandschaft an Hecken und Altgrasstreifen, die Jungtieren eine bessere Chance zum Überleben bieten. Die Wildtier Stiftung fordert von der Politik, den Anbau mehrjähriger Wildpflanzenmischungen als alternative Energiepflanzen zu fördern.

Außerdem sollten Landwirte einen Ausgleich für wirtschaftliche Einbußen durch wildtierfreundliche Anbauverfahren erhalten. In Mecklenburg-Vorpommern wirkt sich nach Angaben des Agrar- und Umweltministeriums positiv aus, dass weniger Mais angebaut wird. Auch die vom Land geförderten Ackerschonstreifen oder der Öko-Landbau würden den Lebensraum der Hasen verbessern.Die Jagd auf die Langohren verliert laut Ministerium immer mehr an Bedeutung. Derzeit würden pro Jahr rund 1000 Hasen erlegt, 1972 waren es noch 6000, in ganz Deutschland sind es pro Jahr 315 000.

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