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Mecklenburg-Vorpommern

20. August 2017 | 04:24 Uhr

Wirtschaft : Wemag setzt auf Elektroautos

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der kommunale Energieversorger Wemag in Schwerin übernimmt eine 70-prozentige Beteiligung am Hamburger Entwickler und Hersteller von Elektroautos, Karabag.

Der kommunale Energieversorger Wemag in Schwerin weitet sein Engagement im Bereich Ökostrom aus und wird Mehrheitseigner beim Hamburger Elektroauto-Hersteller Karabag. Der Wemag-Aufsichtsrat habe der 70-prozentigen Beteiligung an der Karabag Elektroauto GmbH bereits Ende März zugestimmt. Die Transaktion werde vollzogen, sobald das Bundeskartellamt dafür grünes Licht gebe, teilte das Unternehmen am Montag in Schwerin mit.

Es seien keine Gründe erkennbar, die gegen die Zustimmung durch die Aufsichtsbehörde sprechen könnten.Elektroautos spielen im Konzept der Wemag als Ökostrom-Anbieter eine zunehmende Rolle. „Als mobile Stromspeicher können sie die Netze entlasten und die allgemeinen Energiekosten senken“, erklärte Wemag-Vorstand Caspar Baumgart. Deshalb habe sich sein Unternehmen entschieden, die Entwicklung von Elektroautos aktiv voranzutreiben und die seit 2011 existierende Zusammenarbeit mit Karabag auf eine neue Stufe zu stellen. Die Wemag bietet für Hausbesitzer bereits ein Baukastensystem von der Solarstrom-Produktion über die Speicherung bis hin zur Elektromobilität.Die Hamburger Firma Karabag stattet bislang Fiat-Kleinwagen mit Elektroantrieben aus.

 Diese Autos seien in Verbindung mit einer Eigenstromversorgung und unter Betrachtung aller Kosten bereits heute günstiger als vergleichbare Benzin-Autos. „Unser Ziel ist es, den Preis weiter zu senken und das Elektroauto so für die Masse begehrlich zu machen“, betonte Firmengründer Sirri Karabag.Die Wemag werde bei der Vermarktung und auch bei der technischen Entwicklung helfen. Bundesweit seien rund 800 dieser Kleinwagen schon im Einsatz, hieß es.

Einen zusätzlichen Markt erhoffen sich die Geschäftspartner vom Einsatz elektrogetriebener Transporter im Werks- und Innenstadtverkehr. Trotz allgemein schleppender Markteinführung hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an dem Ziel fest, dass im Rahmen der Energiewende bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren.Die Wemag AG setzt auf die Energiewende und strebt im Verein mit Kommunen und Bürgern den Bau neuer Wind- und Solarparks an. In Schwerin lässt sie derzeit den europaweit größten kommerziellen Batteriepark errichten. Ein erster Betriebstest soll Ende Mai erfolgen. Mit Hilfe des Batterieparks sollen künftig kurzfristige Netzschwankungen ausgeglichen werden.

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erstellt am 28.Apr.2014 | 20:15 Uhr

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