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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 10:58 Uhr

Weltweit um Kräfte werben

vom

svz.de von
erstellt am 22.Jun.2011 | 07:05 Uhr

Meseberg | Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat weitere Erleichterungen für den Zuzug ausländischer Fachkräfte angekündigt. "Wir werden weitere Schritte folgen lassen, um gezielte Zuwanderung zu ermöglichen", sagte sie zu Beginn eines Spitzentreffens mit Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften gestern auf Schloss Meseberg. Bei dem Gespräch ging es darum, wie der steigende Fachkräftebedarf gedeckt werden kann.

Am Vormittag hatte das Bundeskabinett ein Fachkräftekonzept beschlossen. Weil besonders viele Stellen für Ärzte und Ingenieure derzeit nicht besetzt werden können, sollen diese künftig unbürokratisch auch von außerhalb der EU angeworben werden können. Umstritten in der Koalition ist, ob die Einkommensgrenze für ausländische Experten von 66 000 Euro auf etwa 40 000 Euro reduziert wird.

In einer gemeinsamen Erklärung zeigten sich alle Beteiligten des Meseberger Treffens einig, dass die Weichen heute gestellt werden müssten, damit es in Zukunft ausreichend Fachkräfte für nachhaltiges Wirtschaftswachstum gebe. An dem Gespräch nahmen neben Merkel sieben Bundesminister teil. Die Gewerkschaftsdelegation führte DGB-Chef Michael Sommer an, Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt stand an der Spitze der Wirtschaftsverbände. "Wir laden Fachkräfte gerade auch aus dem europäischen Ausland ein, bei uns tätig zu sein", sagte Merkel. Sie wies darauf hin, dass wegen der demografischen Entwicklung in den nächsten 15 Jahren die Zahl der Erwerbspersonen um rund 6,5 Millionen abnehmen werde. In einem ersten Schritt habe die Bundesregierung daher beschlossen, die Vorrangprüfung für Ärzte und Ingenieure zweier Fachrichtungen von außerhalb der EU fallen zu lassen. Erhöht werden sollen zunächst aber die Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen, Frauen und Älteren, etwa durch eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie.


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