Jugend forscht : Weltraumwetter beschert den Sieg

 Weltraumwetter im Blick:  Felix Becker (17) gewinnt in der  Kategorie „Geo- und Raumwissenschaften“.
Foto:
Weltraumwetter im Blick: Felix Becker (17) gewinnt in der Kategorie „Geo- und Raumwissenschaften“.

Der Rostocker Schüler Felix Becker gewinnt Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ in der Kategorie „Geo- und Raumwissenschaften“

von
20. März 2014, 07:49 Uhr

Wenn sich die Wolken am Himmel verziehen und die Sonne ihre volle Kraft entfaltet, packt Felix Becker nicht die Strandklamotten ein, sondern macht sich Gedanken über das Weltraumwetter. Für sein Forschungsprojekt „Space Weather“ wurde der 17-Jährige gestern mit dem ersten Preis im Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ in der Kategorie „Geo- und Raumwissenschaften“ ausgezeichnet.

Für den 17-Jährigen geht die Forschungsarbeit jetzt weiter. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni vertritt er MV im Bundesfinale in Künzelsau. Felix besucht derzeit die zwölfte Klasse am Gymnasium Reutershagen und steckt inmitten seiner Abi-Vorbereitungen. Das Thema Weltraumwetter fasziniert ihn schon lange. „Ich hatte mich ursprünglich in meiner Facharbeit damit beschäftigt und die Forschungen dann weiter ausgebaut“, sagt der Jungforscher. Er knüpfte dafür Kontakte zu Wissenschaftlern vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn, was der Jury besonders gefiel und Felix auch beruflich weiterbringen dürfte. Dabei will er gar kein Atmosphärenphysiker werden. „Ich habe vor, zur Bundeswehr und dort in den Bereich Funktechnik zu gehen“, sagt er.

Auch die anderen Jungforscher haben bewiesen, wie vielseitig interessiert sie sind. Eine Schülerin untersuchte etwa die genetischen Ursachen von Leukämie, eine andere Gruppe setzte sich mit der Gefährlichkeit von Handystrahlung auseinander und ein junger Mann erforschte den Einfluss von Hygienemaßnahmen auf die menschliche Hautflora. Insgesamt stellten 72 Nachwuchsforscher 45 Projekte vor. Der jüngste Teilnehmer war zehn Jahre alt, der älteste 19. Lilian Sophie Szych und Liesa Eickhoff von der Uni Rostock siegten mit ihren Forschungen an einer Identifikationsmethode für bakterielle Infektionen im Bereich „Chemie“. Edgar Zander und Luise Pevestorff von der Werkstattschule Rostock entwickelten ein neues Verfahren für Wasseranalysen und gewannen damit in der Kategorie „Physik“.

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) machte deutlich, welche besondere Rolle die Wissenschaft in MV spielt, und ermutigte die Schüler, ihren Forschungsfragen weiterhin nachzugehen. „Wissen heißt Lernen und das beginnt meist mit Fragen“, so der Minister. Und davon haben die jungen Forscher aus MV noch einige.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen