zur Navigation springen

Rostocker Ruderer holen Silber in Eton : Weltcupsiege nur knapp verpasst

vom

Die Rostocker Ruderer haben sich im Weltcupfinale der Doppelzweier im englischen Eton Silber erkämpft. Wie 2012 hatten auch diesmal wieder die Neuseeländer das bessere Ende für sich.

svz.de von
erstellt am 25.Jun.2013 | 07:59 Uhr

Eton/Rostock | "Leider es nicht ganz gepasst, aber wir haben alles versucht und gegen einen Besseren verloren", kommentierte der Rostock Stephan Krüger sein Rennen im Weltcupfinale der Doppelzweier im englischen Eton. Wie 2012 bei Olympia hatten auch diesmal wieder die Kiwis aus Neuseeland das bessere Ende für sich. Als 2012er Olympiasieger, aber in anderer Formation angereist, dominierten Michael Arms und Robert Manson das Rennen der besten sechs vom Start an. "Da hatten wir auch im neuen Boot zu wenig um gegenzuhalten. Das war schon eine kleine Vorentscheidung", analysierte Stephans Co., der Berliner Eric Knittel, die selbst geruderten 6:15,05 Rennminuten. Im Finish behaupteten die Kiwis 1,27 Sekunden Vorsprung auf die Deutschen, die Platz 2 vor den Briten und Aserbaischan verteidigten.

Ihr Weltcupfinale wollten auch die Europameister aus dem Doppelvierer gewinnen. Wie Krüger & Knittel am Freitag mit einem Vorlaufsieg gestartet und am Samstag mit einer Rennpause belohnt, fehlte der gewohnte Rhythmus. Diesmal hatten die im Boot verbliebenen drei Olympiasieger plus dem Rostocker Paul Heinrich gegen die unberechenbaren Kroaten keine echte Siegchance. "Sie haben uns im Kampf um Gold kontrolliert, wie wir sie im Vorlauf und verdient gewonnen" , respektierte der sichtlich erschöpfte Sportsoldat aus Rostock sein erstes Weltcupfinale.

Besser lief es für die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei den Frauen, wo der leichte Doppelzweier und der Doppelvierer siegend die Ziellinie überquerten. Mit der Medaillenvergabe im Einer der Männer, hatte Deutschlands Nummer 1 Marcel Hacker diesmal nichts zu tun. Vor gut drei Wochen noch Vize-Europameister, musste der Magdeburger jetzt auf dem Dorney-Lake EM-Champion Ondrej Synek (Tschechien), dem Briten und Bulgaren den Vortritt Richtung Podium überlassen.

Schweriner Knüppel kann für U23-WM planen

Bei der deutschen Meisterschaft in Köln-Fühlingen präsentierten sich die Ruderhoffnungen aus Meck-Pomm und vom Bundesstützpunkt Rostock-Kessin in Topform. So erkämpfte sich die Schwerin/Stralsunder Crew mit Schlagmann Finn Knüppel und Daniel Walter erst den Titel in der kleinsten Bootsklasse, dem ungesteuerten Zweier, um dann einige Stunden später den "Nordachter" auf die höchste Podiumstufe zu hieven. "Diesmal hat es bis zum Ende gereicht. Unser Finish und die Power von Daniel haben das Rennen entschieden! Jetzt können wir zu 99 Prozent für die U23-WM in Linz planen", freute sich der 19-jährige gebürtige Hamburger Knüppel über doppeltes Gold. Das letzte Wort, in welcher Bootsklasse die Meck-Pomm-Youngster in Linz rudern, hat DRV-Chef-Bundestrainer Marcus Schwarzrock.

Ihr WM-Startrecht für die Rennen in Österreich haben sich auch Julia Leiding (Rostocker RC) und Olé Daberkow (ORC) gesichert. "Jule" spurtete im Doppelzweier und mit Anne Beenken aus Saarbrücken und gewann Gold, um wenig später den Regattatag mit Silber im Doppelvierer erfolgreich zu beenden. Für Ole blieb es bei Bronze im Einer und Silber im Doppelvierer. "Die Sache mit dem Einer ist schon etwas ärgerlich, aber nach der stressigen Phase mit Abiturprüfungen und Sport will ich in Linz um WM-Gold kämpfen", blickt er bereits bis Ende Juli voraus.

Ob sein Zwillingsbruder Malte mit im Linz-Team ist, wird die DRV-Kommission in den nächsten Tagen entscheiden, denn Silber im gesteuerten Vierer und Bronze im Achter sind diesmal nur wacklige Argumente für den Rostocker.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen