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Mecklenburg-Vorpommern

25. November 2017 | 09:06 Uhr

Bildung : Weiterhin wenige Gymnasiasten in MV

vom

Kinder von Eltern mit Abitur besuchen auch in Mecklenburg-Vorpommern doppelt so häufig ein Gymnasium wie Kinder aus anderen Familien.

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2016 | 18:30 Uhr

Nur knapp jeder dritte Schüler in Mecklenburg-Vorpommern geht auf ein Gymnasium. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht, verzeichnet der Nordosten mit 30,3 Prozent die niedrigste Gymnasiastenquote aller 16 Bundesländer. Im deutschlandweiten Durchschnitt sind es 40,4 Prozent, in den sechs östlichen Bundesländern liegt der Anteil sogar bei 45,4 Prozent. Am höchsten ist er in Berlin (49,5) und Brandenburg (49,2).

Infografik: Bildung der Eltern beeinflusst Schulwahl der Kinder | Statista
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Für die Statistik erfasst wurden Schüler unter 15 Jahren an weiterführenden Schulen. Dazu gehören in Mecklenburg-Vorpommern Gesamtschulen, die teilweise auch die Klassenstufen elf und zwölf umfassen. Wie viele Schüler dort ihr Abitur machen, das ermittelten die Statistiker nicht. Das Schweriner Bildungsministerium hatte für das Schuljahr 2014/15 eine Abiturientenquote von 37,1 ermittelt. Das sei der bislang höchste Wert in der Geschichte des Landes.

Erneut offenbarte die Studie, wie das Bildungsniveau der Eltern die Schulwahl der Kinder bestimmt. Die meisten Kinder von Eltern mit Abitur oder Fachabi besuchen ein Gymnasium. Das waren 2015 bundesweit rund 61 Prozent und damit so viele wie fünf Jahre zuvor. Je niedriger der Schulabschluss der Eltern, desto seltener fällt die Entscheidung für das Gymnasium.

In Mecklenburg-Vorpommern streben 46,8 Prozent der Kinder, deren Eltern selbst Abitur oder Fachabi haben, die Hochschulreife an einem Gymnasium an. Damit gehen sie doppelt so häufig auf eine solche Schule wie ihre Altersgefährten aus anderen Familien (24,1 Prozent).

Laut Statistik schicken in Deutschland immer mehr Eltern mit niedriger Bildung (Hauptschulabschluss oder ähnliches) ihre Kinder nicht mehr auf die Haupt-, sondern auf die Gesamtschule. Als Grund nennen die Statistiker, dass es vielerorts keine Hauptschulen mehr gibt. Dazu gehört auch Mecklenburg-Vorpommern. Fast jedes dritte Kind (31 Prozent) besuchte eine Gesamtschule - fünf Jahre zuvor waren es nur 14 Prozent. Eltern mit Realschulabschluss melden ihre Kinder besonders oft an Realschulen an (35 Prozent). Das Gymnasium folgt auf Platz zwei (30 Prozent), Gesamtschulen auf Rang drei (28 Prozent).

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