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Sandsturm-Prozess : Weitere Zeugenanhörung zu Massenunfall auf A19

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Acht Menschen starben, viele Wagen gingen in Flammen auf.

Der Prozess gegen eine in den Sandsturm-Massenunfall auf der A19 verwickelte Autofahrerin wurde heute am Amtsgericht Rostock mit dem fünften Verhandlungstag fortgesetzt. Die Angeklagte aus Eisenhüttenstadt soll laut Staatsanwaltschaft im April 2011 in der Sandwolke auf der A19 auf ein Auto aufgefahren und damit den Tod der beiden Insassen verursacht haben. In die Massenkarambolage waren mehr als 80 Fahrzeuge verwickelt. Acht Menschen starben, viele Wagen gingen in Flammen auf. Als weiterer Zeuge sagte ein 74-jähriger Rentner aus, der mit über 100 km/h in die Sandwolke gefahren war. Er soll durch einen Auffahrunfall innerhalb der Massen ebenfalls einen Menschen getötet haben. Er hat inzwischen einen Strafbefehl über ein Jahr Gefängnis auf Bewährung akzeptiert. Tragisch: Auch sein Wagen wurde von einem nachfolgenden Auto gerammt. Seine Ehefrau starb. Bis Ende März will das Gericht 14 weitere Zeugen hören. Erst danach können Gutachter erläutern, wie sie die Entstehung und den Weg der Sandwolke von einem Feld auf die A19 sowie den Ablauf der Massenkarambolage rekonstruiert haben.

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