Neubrandenburg : Weitere Rätsel nach Tod am Gefängnis

Die Mauer der Neubrandenburger JVA
Die Mauer der Neubrandenburger JVA

Verunglückter soll vor dem Verkehrsunfall an der Mauer Selbstanzeige bei der Polizei gestellt haben

23-11368462_23-66108196_1416392793.JPG von
16. Februar 2018, 21:00 Uhr

Die Umstände eines tödlichen Verkehrsunfalls an der Neubrandenburger Gefängnismauer am Donnerstag vergangener Woche werden immer rätselhafter. Der 41-jährige Verunglückte soll vor seinem Unfalltod eine Selbstanzeige bei der Polizei in Ueckermünde gestellt haben. Angeblich soll der Mann sich dabei selbst des Kindesmissbrauchs bezichtigt haben, berichtet der in Neubrandenburg erscheinende „Nordkurier“. Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler von der ermittelnden Staatsanwaltschaft wollte die Angaben gegenüber unserer Redaktion weder bestätigen noch dementieren. Die Ermittlungen würden sich auf die Todesursachen und auf die Frage beschränken, ob ein Verschulden Dritter beim Unfall vorlag. „Zu weiteren Dingen wollen und können wir uns nicht äußern“, so Zeisler.

Der 41-Jährige war gegen 2.40 Uhr mit seinem Pkw Renault auf der B 96 von der Fahrbahn abgekommen und gegen die etwa 300 Meter entfernte Außenmauer des Neubrandenburger Gefängnisses geprallt. Der Unfall wurde aber erst fünf Stunden nach dem Ereignis bei der Polizei gemeldet. Die Wachmannschaft soll einen Aufprall zwar gehört haben, hieß es, konnte aber die Ursache in der Nacht nicht feststellen. Die Unfallstelle habe sich in einem von Überwachungskameras nicht einsehbaren Teil der Außenmauer befunden. Ob beim Unfall Suizidabsichten, Verwirrtheit oder andere Gründe eine Rolle spielten, ist nach wie vor offen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen