MEK-Einsatz von Lutheran : Weitere Entschädigungsklage angekündigt

Zwei Zivilfahrzeuge haben den Pick-up in die Zange genommen.
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Zwei Zivilfahrzeuge haben den Pick-up in die Zange genommen.

Im Fall des verunglückten Polizeieinsatzes von Lutheran bei Parchim droht eine zweite Entschädigungsklage.

svz.de von
08. März 2016, 21:00 Uhr

Im Fall des verunglückten Polizeieinsatzes von Lutheran bei Parchim droht eine zweite Entschädigungsklage. Am 12. Februar hatte ein Mobiles Einsatzkommando der Hamburger Polizei versucht, einen verurteilten Straftäter zu verhaften, der seine Haft nicht angetreten hatte. Ein Mann wurde mit ihm verwechselt, angeschossen und schwer verletzt. Für ihn hatte sein Anwalt Benjamin Richert bereits eine Schadenersatzklage angekündigt.

Nun will Richert zufolge ein zweiter Mann, der mit dem Opfer in einem Auto saß, Schadenersatz verlangen. Ihm sei bei dem Zugriff in den Rücken getreten worden, sagte der Anwalt heute. Tagelang seien seine Beine taub gewesen, denn er sei kurz zuvor an der Bandscheibe operiert worden. Der Mann sei noch krankgeschrieben, auch wegen der psychologischen Folgen des Zugriffs.

Eingereicht ist Richert zufolge bislang keine der beiden Schadenersatzklagen. Zunächst müssten der genaue Ablauf der Ereignisse von Lutheran geklärt und die medizinischen Behandlungen abgeschlossen sein. Das angeschossene Verwechslungsopfer befindet sich nach Worten des Anwalts auf dem Weg der Besserung. Der junge Mann verlor durch den Schuss ein Auge. Tagelang lag er im Koma.

Richert hatte in seinem Fall eine Entschädigungsforderung von mehreren hunderttausend Euro angekündigt.

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