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Jäger im Nordwesten : Weidmänner werben um Nachwuchs

vom
Aus der Onlineredaktion

Nordwestmecklenburgs Jäger stecken Ziele für Saison ab und bereiten zum neunten Mal die Wildwochen im MEZ Gägelow vor

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes, Renee Pollak, hat alle 21 Hegeringe in Nordwestmecklenburg zu einer stärkeren Nachwuchswerbung aufgerufen. Mit diesem Appell begann Pollak seine Ausführungen auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend in der Grevesmühlener Malzfabrik. 65 Delegierte der 21 Hegeringe mit ihren insgesamt 1080 Mitgliedern waren erschienen, um sich die Auswertung des vergangenen sowie die Vorhaben des bevorstehenden Jagdjahres anzuhören.

„Wir müssen mindestens zehn Interessierte finden, dann starten wir im Herbst einen Lehrgang zur Jungjägerausbildung“, erklärte Renee Pollak. Dennoch freute sich der Vorsitzende, dass es seit 2012 bereits eine Jugendmannschaft im jagdlichen Schießen gäbe und die bei den letztjährigen Wettkämpfen die Landesmeisterschaft sogar mit einem Sieg abschloss. „Wir hatten mit Auguste Guhl aus Renzow nicht nur eine Einzelsiegerin, sondern haben auch die Mannschaftswertung gewonnen“, sagte Pollak. Hinzu seien vier Siege der erwachsenen Starter gekommen. „Ein tolles Ergebnis“, befand der 51-Jährige.

Zufrieden zeigte sich Renee Pollak besonders mit der Zusammenarbeit des Kreisbauernverbandes. Nicht nur, dass man im vergangenen Jahr erstmals zusammen den Bauern- und Jägerball in Gadebusch feierte, auch sei die Zusammenarbeit aufgrund der Energiepflanzen-Bewirtschaftung stetig enger geworden. „Die Besiedlungsfläche für Schwarzwild hat sich fast verdreifacht. Da benötigen die Bauern zunehmend unsere Hilfe“, erklärte er. Das sah auch Kreisbauernpräsident Jörg Haase so.

Immerhin seien im vergangenen Jagdjahr 5469 Schweine geschossen worden, was dem Trend des Vorjahres entsprach. Auch bei Rot- und Damwild seien die Zahlen aus dem Vorjahr erreicht worden. Grund zu Überlegungen hingegen gäbe die Zahl des gestreckten Mufflonwilds, sagte Pollak. Hier seien mit 78 Stück gleich 40 Tiere mehr als im vergangenen Jahr erlegt worden. „Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Hier müssen wir die Entwicklung abwarten“, sagte der Prosekener.

Unzufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit dem Umgang einiger Jagdkollegen mit der Leitstelle.„Es kommt vor, dass erst etwas später von der Leitstelle veranlasst wird, verunfalltes Wild zu entsorgen. Daraufhin gab es einige unflätige Anrufe dort. Das finde ich nicht fair. Immerhin streben wir eine gute Zusammenarbeit mit der Leitstelle an“, erklärte der Vorsitzende. Künftig mögen sich alle Jäger und Jagdpächter an die Regularien halten, forderte er.

Mit Spannung sieht Pollak dem aktuellen Jagdjahr entgegen. Die Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen steht am 10. Juni an, der Bundesjägertag vom 22. bis 24. Juni. Am 14.Oktober werden zum neunten Mal die Nordwestmecklenburger Wildwochen im MEZ Gägelow ausgerufen. „Es ist ein stetig steigendes Interesse an einheimischem Wildfleisch zu verzeichnen. Immer mehr fordern frei verkäufliches Fleisch. Dem werden wir in dieser Woche nachkommen“, erzählte Renee Pollak, der sich für dieses Woche wieder jede Menge Höhepunkte einfallen lassen will, um Werbung für die Jäger zu machen. Neben den Wildwochen werden am 18. November die Hubertusmesse in Proseken und ein Treffen aller 13 Bläsergruppen in Gadebusch Höhepunkte des Jahres darstellen. Auch dabei soll um Nachwuchs geworben werden.

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