Schwerin/Parchim : Wegen Brandstiftung vor Gericht

Zwei Männer, die dringend tatverdächtig sind, die fünf Busbrände in Plau, Plauerhagen und Parchim gelegt zu haben, waren Anfang März festgenommen worden. Foto: Bölsche
Zwei Männer, die dringend tatverdächtig sind, die fünf Busbrände in Plau, Plauerhagen und Parchim gelegt zu haben, waren Anfang März festgenommen worden. Foto: Bölsche

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat einen 39-jährigen Mann aus Plau am See wegen des hinreichenden Verdachts der mehrfachen Brandstiftung bzw. Anstiftung dazu zum Landgericht Schwerin angeklagt.

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07. Juni 2012, 06:32 Uhr

SChwerin/Parchim | Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat einen 39-jährigen Mann aus Plau am See wegen des hinreichenden Verdachts der mehrfachen Brandstiftung bzw. Anstiftung dazu zum Landgericht Schwerin angeklagt. Dem seit Anfang März diesen Jahres in Untersuchungshaft befindlichen Busunternehmer wird vorgeworfen, in der Zeit von Februar 2011 bis Januar 2012 in fünf Fällen selbst oder durch von ihm bestimmte Personen Busse seines eigenen Unternehmens sowie Fahrzeuge eines Wettbewerbers in Brand gesetzt zu haben. Unter anderem um das finanziell angeschlagene Unternehmen durch den Erhalt von Versicherungsleistungen zu sanieren.

Die Staatsanwaltschaft geht bei der Brandstiftung an Fahrzeugen der Wettbewerber davon aus, dass diese erfolgten, um von dem Angeschuldigten bzw. dessen Unternehmen abzulenken. In diesem Zusammenhang ist auch Anklage gegen einen 27-jährigen ehemaligen Mitarbeiter in dem Busunternehmen erhoben worden. Diesem Angeschul-digten wird vorgeworfen, den Brand an acht Bussen am 6. Januar diesen Jahres bei dem Wettbewerber des Unternehmens, der Reisedienst Parchim GmbH, im Auftrag seines Arbeitgebers gelegt zu haben. Insgesamt wurden bei diesen Straftaten 24 Busse, wie auch Unterstände u.a., komplett zerstört. Der Gesamtschaden beträgt deutlich über drei Mio. Euro. Beide Angeschuldigte bestreiten die Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin wirft dem 39-jährigen Unternehmer zudem in einer weiteren Anklage mehrfache Steuerhinterziehung vor. Ihm wird zur Last gelegt, unter Verwendung von Scheinrechnungen Steuern in einer Gesamthöhe von ca. 280.000,00 Euro verkürzt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat jetzt Anklage erhoben, weist aber gleichzeitig auf die Unschuldsvermutung nicht rechtskräftig Verurteilter und die Offenheit des Verfahrensausgangs hin.


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