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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 19:47 Uhr

Weg frei für die Willkür

vom

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2007 | 06:46 Uhr

Als hätte ich es geahnt: Schon nach dem Zieleinlauf des letzten Rennens zur Formel-1-WM am Sonntagabend hatte ich geunkt, dass der Automobil-Weltverband Fia noch einen Weg suchen würde, um Senkrechtstarter Lewis Hamilton anstelle des auf der Strecke erfolgreichen Kimi Räikkönen zum Weltmeister zu küren.
Gegen Mitternacht wurden die Gedankenspiele zur Wirklichkeit: Die Fia ermittelt gegen die Teams von Williams und BMW-Sauber, die mit insgesamt drei Fahrzeugen am Sonntag vor Hamilton einkamen. Es würde reichen, zwei von ihnen zu disqualifizieren, und der Brite wäre der jüngste Formel-1-Champion aller Zeiten.
Die Begründung für die Untersuchung klingt eher wie ein schlechter Witz: Das Benzin der beiden beschuldigten Teams war drei bis vier Grad zu kalt!
Ich glaube, es hackt. Aber das ist tatsächlich ein Regelverstoß, der unter Strafe steht. Diese Strafe wurde nicht ausgesprochen, aus welchen Gründen auch immer. Dass McLaren-Mercedes dagegen protestiert, ist leicht nachvollziehbar. Aber dass der tatsächliche Weltmeister plötzlich vielleicht erst in Wochen oder Monaten feststeht, ist ebenfalls ein Witz.
Schon bei der Entscheidung in der Spionageaffäre, wo McLaren disqualifiziert wurde und trotzdem weiterfahren durfte, hat sich die Fia die Chaos-WM so spannend gestrickt, wie sie sie haben wollte. Am Sonntagabend hat sie noch einen draufgesetzt.

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