Trinkwasseranalyse : Wasserpreise in MV gestiegen

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In weiten Teilen Ostdeutschlands sind die Trinkwasserpreise gesunken - allerdings nicht in MV.

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11. Mai 2018, 20:45 Uhr

Die Trinkwasserpreise sind in weiten Teilen Ostdeutschlands entgegen dem deutschlandweiten Trend gesunken. Während die Kosten bundesweit zwischen 2005 und 2016 im Schnitt um 25 Prozent stiegen, fielen sie in Brandenburg und Sachsen um mehr als 12 Prozent. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Analyse der Grünen-Fraktion im Bundestag, die Daten des Statistischen Bundesamts ausgewertet hat.

Auch in Berlin und Thüringen sanken die Preise um mehr als 2 beziehungsweise mehr als 3 Prozent. In Sachsen-Anhalt (+6,7 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (+23,95 Prozent) hingegen stiegen die Preise für die Verbraucher.

Die Kosten für Wasser sind in den ostdeutschen Bundesländern ungleich verteilt. Während die Thüringer 2016 mit etwa 256 Euro pro Haushalt am drittmeisten in Deutschland zahlten, gehören Brandenburg (etwa 193 Euro) und Berlin (etwa 172 Euro) zu den Schlusslichtern. Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern lagen wie Thüringen in der oberen Hälfte der Tabelle.

Die Grünen forderten schärfere Gesetze für den Einsatz von Gülle, Pestiziden und Arzneien, die das Grundwasser verunreinigten. Zudem sinke der Wasserverbrauch pro Kopf seit Jahren, wodurch höhere Kosten für das Spülen der Leitungen entstünden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) entgegnete, die Trinkwasserpreise hätten sich in den vergangenen Jahren entlang der Inflation entwickelt. Die Versorger hätten in den vergangenen Jahren mehr in die Infrastruktur investiert, alleine für 2018 seien 2,7 Milliarden vorgesehen.

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