Wasserleiche könnte vermisster Angler aus Arneburg sein

<fettakgl>Rettungskräfte bargen vorgestern</fettakgl> die Leiche aus der Elbe. Foto: Roberto Abramowski
Rettungskräfte bargen vorgestern die Leiche aus der Elbe. Foto: Roberto Abramowski

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23. Juli 2012, 06:05 Uhr

Arneburg | Sonntagnachmittag wurde eine Leiche in der Elbe bei Arneburg (Landkreis Stendal) festgestellt. Die Polizei geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen seit dem 18. Juli vermissten 32-jährigen Angler aus Arneburg handelt. Ein Bürger hatte vorgestern gegen 16.20 Uhr die Polizei darüber informiert, dass am Elbkilometer 407 bei Arneburg ein lebloser Körper im Wasser treibt. Polizisten sowie Helfer der Freiwilligen Feuerwehren von Arneburg und Tangermünde begaben sich vor Ort und bargen gegen 18 Uhr die Leiche.

Auf der Elbe bei Arneburg war es in der Nacht zum 18. Juli zur Havarie eines Kajütbootes gekommen, in deren Folge ein 32-jähriger Mann vermisst wurde. Spät abends war die Polizei von einem 42-jährigen Bootsführer telefonisch informiert worden, dass es auf der Rückfahrt von einer Angeltour plötzlich zu einem starken Wassereinbruch in das sechs mal zwei Meter lange Boot kam. Da der Wassereinbruch nicht zu stoppen war und der Motor ebenfalls ausfiel, entschlossen sich der Mitteilende und seine zwei Begleiter (34 und 32 Jahre alt) das Boot zu ankern und von Bord zu gehen, um in Richtung Ufer zu schwimmen. Am anderen Ufer kam der 32-jährige Arneburger jedoch nicht an. Die Polizei hatte den Bereich für die Schifffahrt gesperrt und sofort umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Unter anderem kamen ein Hubschrauber der Polizei, Feuerwehrleute, THW und DLRG zum Einsatz. Die Hilfskräfte konnten den Mann jedoch seinerzeit nicht finden.

Aufgrund der Personenbeschreibung und weiterer Merkmale wie Kleidung und Schmuck geht die Polizei nun davon aus, dass es sich um den Angler aus Arneburg handeln könnte. Zur zweifelsfreien Identifizierung und zur Klärung der Todesursache sollte gestern eine Sektion über die Staatsanwaltschaft Stendal beantragt werden.

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