MV : Wasser belastet

Ein Wassertropfen fällt in eine Schüssel. Das wertvolle Nass für den Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim-Lübz kommt aus 37 Brunnen.
Ein Wassertropfen fällt in eine Schüssel. Das wertvolle Nass für den Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim-Lübz kommt aus 37 Brunnen.

Die Gewässer und auch das Grundwasser in MV sind in einem schlechtem Zustand.

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23. März 2015, 07:55 Uhr

Die Gewässer und das Grundwasser Mecklenburg-Vorpommerns werden nach Ansicht der Umweltorganisation BUND die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in diesem Jahr nicht erreichen. Der BUND-Agrarexperte Burkhard Roloff wies aus Anlass des gestrigen Weltwassertages in Schwerin darauf hin, dass 99 Prozent der Flüsse und Bäche, 95 Prozent der Küstengewässer und 28 Prozent der Seen in einem schlechten ökologischen Zustand sind. Der ökologische Zustand beschreibt die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenwelt.

35 Prozent des Grundwassers seien  durch Schadstoffe wie  Nitrat und Ammonium belastet. Roloff sagte: „Die Hauptursachen für den Gewässerzustand im Land sind Fehler beim Gewässerausbau, wie die Begradigung oder Verrohrung von Flüssen und Bächen, die Entwässerung durch Drainage und die Anreicherung durch Pflanzennährstoffe.“ Neben den Schadstoffen aus der industriellen Tier- und Pflanzenproduktion wie Kunstdünger und Gülle würden die Gewässer durch Schwermetalle, Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel belastet. Der BUND fordere daher, die Landwirtschaft in den Einzugsgebieten der Gewässer auf ökologischen Landbau umzustellen, um den Eintrag von Nähr- und Schadstoffen zu reduzieren.

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