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Mecklenburg-Vorpommern

14. Dezember 2017 | 02:01 Uhr

Was wäre wenn?

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jan.2012 | 07:28 Uhr

Kann die endgültige Abstimmung zur Nordkirche noch scheitern?

Ja. Wenn über die neue Verfassung der Nordkirche abgestimmt wird, müssen alle drei Synoden (Kirchenparlamente) der Landeskirchen Mecklenburg, Nordelbien und Pommern mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen. Bei der Vorabstimmung Ende Oktober in Heringsdorf hat zwar die mecklenburgische Synode mit Mehrheit, nicht aber mit Zwei-Drittel-Mehrheit zugestimmt. Von den 57 Synodalen aus Mecklenburg hatten nur 42 an der Synodentagung teilgenommen.

Wird mit einem Scheitern der Abstimmung gerechnet?

Nein. Alle drei Kirchenleitungen rechnen damit, dass die Synoden mit der erforderlichen Mehrheit abstimmen. Verwiesen wird darauf, dass die drei Synoden bereits im März 2009 mit jeweils Zwei-Drittel-Mehrheit für die Fusion gestimmt haben und es inhaltlich keine gravierenden Differenzen mehr gibt. Anfängliche Streitpunkte sind weitgehend mit Kompromissformeln beigelegt. Proteste von kirchlichen Gruppen oder Mitarbeitern sind nicht zu erwarten.

Was passiert, wenn die Abstimmung dennoch scheitert?

Offiziell heißt es, dass sich dann die drei Kirchenleitungen zur Beratung zurückziehen werden. Es gebe keinen „Plan B“. Der rechtliche Zustand wäre unklar: Einerseits wäre die Abstimmung zur Fusion gescheitert, andererseits sind alle drei Landeskirchen von ihren Synoden mit der Fusion beauftragt worden. Denkbar wäre eine weitere Abstimmung zu einem späteren Zeitpunkt. Entscheidend wird sein, ob die Abstimmung nur knapp oder deutlich scheitert.

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