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Bildungssystem in MV : Was ist nur an den Schulen los?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Schlägerei-Opfer verletzt im Krankenhaus – Lehrerin will betrunken unterrichten

Drei gravierende Vorfälle an oder im Umfeld von Schulen binnen weniger Tage sorgen für Aufregung. Erst ein 14-Jähriger, der am Mittwoch vor einer Schweriner Schule brutal verprügelt wurde. Dann eine Lehrerin, die mit über zwei Promille Alkohol im Blut unterrichten wollte. Gestern nun wurde eine Schulhof-Schlägerei im Südwestkreis bekannt: Ein zwölfjähriger Junge musste mit Kopfverletzungen per Rettungswagen ins Schweriner Klinikum verlegt werden. Zuvor war er in Hagenow wegen einer Gehirnerschütterung und einer Verletzung am Auge zwar ärztlich versorgt worden, sein Zustand hatte sich aber verschlechtert.

Passiert war die Schlägerei bereits am Mittwoch auf dem Pausenhof der Regionalschule am Schulzentrum Wittenburg (Kreis Ludwigslust-Parchim). Ein Gleichaltriger hatte mehrfach auf den Jungen eingeschlagen. Zuvor soll es Hänseleien zwischen Opfer und Angreifer gegeben haben, sagte Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Die Auseinandersetzung wurde erst am Donnerstag der Polizei angezeigt, betonte er.

Die Häufung von Vorfällen halten die Behörden eher für Zufall. Jedoch hatte Schwerins Polizeichef Ingo Renk nach dem ersten Vorfall erklärt, bei Körperverletzungen liege die Landeshauptstadt statistisch noch vor der Hansestadt Rostock. Das bereite ihm Sorge. Enthemmte Gewalt ohne Akzeptanz von Minimalregeln sei ein wachsendes Problem, bestätigen Präventionsexperten. Der 14-Jährige liegt unterdessen weiter im Krankenhaus.

Die Alkoholisierung einer Lehrerin in Crivitz steht mit den Schlägereien indes nicht im Zusammenhang. Der Fall kam zufällig ans Licht, weil die Lehrerin einen Parkplatz-Schaden verursacht hatte. Über die Konsequenzen werde beraten, teilte das Bildungsministerium mit. Der Kollegin werde jedoch Hilfe zuteil. Die Polizei ermittelt unterdessen gegen sie wegen Trunkenheit und Gefährdung des Straßenverkehrs.

Bestürzt zeigte sich der Leiter des Gymnasialen Schulzentrums Wittenburg, Michael Kühnel. „Die Geschichte ist, wie bei uns üblich, zwischen den Eltern der beteiligten Schüler aufgearbeitet worden“, betonte er gestern. „Sie waren zur Klärung bereits in der Schule.“ Kleine Rangeleien auf dem Schulhof ließen sich im Alltag nicht immer verhindern, so Kühnel. Doch eine so massive Gewaltausübung sei nicht hinnehmbar.

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