Käflingsbergturm bei Speck : Was flattert denn da?

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Größere Population Mückenfledermäuse im Nationalpark entdeckt

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14. Juni 2017, 19:56 Uhr

Die kleinste europäische Fledermaus - die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) - fühlt sich im Müritz-Nationalpark wohl. So wurde am Käflingsbergturm bei Speck (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) eine Population von rund 300 Tieren entdeckt, wie die Verwaltung des Parks am Mittwoch mitteilte.

Die sieben Gramm schweren Tiere ernähren sich von Mücken, Eintagsfliegen oder anderen kleinen Insekten. Sie wurden in einem Nebengebäude des Aussichtsturmes nachgewiesen. Das Gebäude nutzt ein Mobilfunkanbieter. Der 55 Meter hohe Turm wird jährlich von Hunderten Touristen bestiegen. Wie Fledermausexperte Axel Griesau erläuterte, schlafen die Mini-Fledermäuse mit Vorliebe in Ritzen und Spalten an Gebäuden.

Die etwa streichholzschachtelgroße Mückenfledermaus ist laut Nationalpark erst seit den 1980er Jahren bekannt. Nach dem Fund genetischer Unterschiede zur Zwergfledermaus wurden beide Arten als eigenständig anerkannt. Im Park wurden Mückenfledermäuse erstmals 1995 gefunden. Sie nutzen als Winterquartiere alte Baumhöhlen oder Kirchen. Größere Gruppen gibt es auch bei Serrahn oder in Neubrandenburg, erklärte Griesau.

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