Neustadt-Glewe : Warum versagte der Schirm?

Die Polizei ermittelt zur Ursache des Fallschirm-Unglücks.
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Die Polizei ermittelt zur Ursache des Fallschirm-Unglücks.

Tod eines Fallschirmspringers: Die Suche nach dem entscheidenden Detail

svz.de von
08. Januar 2018, 20:45 Uhr

Der Tod eines Fallschirmspringers in Neustadt-Glewe beschäftigt die Staatsanwaltschaft auch noch sechs Monate nach dem tragischen Unglück. Die Ermittler suchen nach wie vor nach der entscheidenden Antwort in dem Fall: Warum hat sich der Fallschirm des 67 Jahre alten Mannes nicht geöffnet?

Wichtige Erkenntnisse erhofft sich die Staatsanwaltschaft von einem Fallschirm-Experten, der den Schirm und das Fluggeschirr des Verunglückten begutachtet. Durch die Untersuchung der Ausrüstung und anhand von Zeugenaussagen soll es möglich werden, das Unglück von Anfang August 2017 zu rekonstruieren, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin gestern gegenüber unserer Redaktion mitteilte. „Der ursprüngliche Gutachterauftrag wurde im Rahmen der Ermittlungen erweitert. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor“, so die Sprecherin weiter.

Bei den Untersuchungen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um ein Todesermittlungsverfahren, bei dem auch geprüft werde, ob ein Fremdverschulden vorliegen könnte. Auch ein technischer Defekt sei möglich. Bei dem Flug im August 2017 waren mehrere Sprungschüler eines Vereins an Bord, die meist zu zweit mit Fluglehrern über dem Flugplatz Neustadt-Glewe absprangen. Der verunglückte Mann aus Schwerin verfügte bereits über Sprungerfahrung und absolvierte seinen Fallschirmsprung aus rund 3300 Metern alleine. Er prallte ungebremst auf den Boden und starb laut Obduktion an einer Vielzahl von Brüchen und anderen Sturzverletzungen.

Wann mit dem Gutachten des Fallschirm-Experten zu rechnen ist, ließ die Staatsanwaltschaft offen.

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