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Reinhard Grunefeld : Warum starb der "Pate von Eggesin"?

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Von "tot gefunden" bis "erschossen in einem Hotelzimmer in Rio de Janeiro" reicht die Bandbreite der Gerüchte um den Tod des Eggesiner Autohändlers Reinhard Grunefeld in Brasilien. Er galt als schillernde Persönlichkeit.

svz.de von
erstellt am 19.Feb.2013 | 07:38 Uhr

Eggesin | Von "tot gefunden" bis "erschossen in einem Hotelzimmer in Rio de Janeiro" reicht die Bandbreite der Gerüchte um den Tod des Eggesiner Autohändlers Reinhard Grunefeld im fernen Brasilien. Alle, die mit ihm zu tun gehabt haben, beschreiben ihn als schillernde Persönlichkeit. 1991 begann er, sein eigenes Unternehmen aufzubauen. Die Firma gibt es heute noch - und "es geht hier weiter", trotz des plötzlichen Todes vom Chef. Sagt Werkstattleiter Frank Günther.

Einträglich für Reinhard Grunefeld waren wohl die Jahre kurz nach der Wende, 1998 kaufte er das Ueckermünder Kino. Zwischenzeitlich geriet der Geschäftsmann ungewollt und unverhofft ins Blickfeld der Justiz. Gemeinsam mit anderen, so damalige Presseberichte, habe er Frauen aus Osteuropa nach Deutschland geholt. Mehr als 80 Damen, hieß es, mussten unter anderem in einem Eggesiner Bordell und in Neubrandenburg anschaffen und ließen Grunefeld und seine Geschäftspartner sehr gut verdienen. Doch irgendwann war Schluss damit.

Bei einer Razzia gingen den Ordnungshütern im Dezember 2001 drei der Komplizen ins Netz, Reinhard Grunefeld aber konnte sich absetzen und untertauchen. Aber nicht lange, dann wurde der Eggesiner im Hamburger Stadtteil Sankt Pauli festgenommen. Grunefeld sei, so das Gericht 2006, Kopf der Bande gewesen und habe als "Pate von Eggesin" gegolten. Der Eggesiner legte ein Geständnis ab, bekam dafür eine Bewährungsstrafe und musste eine Geldstrafe zahlen.

Zugleich hatte der umtriebige Geschäftsmann aber auch ein Herz für Sportvereine. Der Autohändler griff diversen Sportvereinen der Region unter die Arme. Sehr viel mehr ist auch von näheren Freunden und Bekannten nicht zu erfahren. Die Spekulationen über die Todesursache bleiben indes.

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