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Landeszootag : Warum ein Strauß nicht fliegen kann

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Wer sich gemeinsam mit seiner Familie im Freien entspannen möchte, kann mit einem Tag im Zoo nichts falsch machen. Besonders heute lohnt sich ein Besuch in eine der zahlreichen Einrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 06:49 Uhr

Rostock/Schwerin/Güstrow | Wer sich gemeinsam mit seiner Familie im Freien entspannen möchte, kann mit einem Tag im Zoo nichts falsch machen. Besonders heute lohnt sich ein Besuch in eine der zahlreichen Einrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns. Denn bereits zum dritten Mal findet der Landeszootag statt. Die Aktion steht unter dem Motto "Zoo und Co - Was tun die so?" und ist deutschlandweit einmalig. Hinter dem besonderen Ereignis steht der bereits 2001 gegründete Landeszooverband, dem insgesamt 21 Zoos und tiergärtnerische Einrichtungen in ganz Mecklenburg-Vorpommern angehören. "Der Landeszootag entstand 2011 aus der Initiative heraus, dass der Landeszooverband einmal mehr die Tätigkeit der Zoologischen Gärten in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken will", so Udo Nagel, Vorsitzender des Landeszooverbandes und Direktor des Rostocker Zoos. Die Zoos und Tiergärten hätten unter den außerschulischen Lehrorten zudem eine herausragende Position, so Nagel. Jedes Jahr kämen Tausende Schüler in die Einrichtungen, um dort Projekte durchzuführen.

Für den heutigen Tag haben sich die einzelnen Einrichtungen viele besondere Programmpunkte einfallen lassen. In Schwerin sorgt Zoopädagogin Katrin Otterbeck-Meyer dafür, dass besonders die kleinen Besucher einen unvergesslichen Tag erleben. "Das ist ein besonderes Fest. Viele Kinder sind ja schon wegen ihrer Einschulungen total schick angezogen." So verbindet der Schweriner Zoo genau wie viele andere Einrichtungen den Landeszootag zusätzlich auch mit einem Zuckertütenfest.

Auf der Zoowiese wartet Otterbeck-Meyer mit dem Zoomobil auf die Wissbegierigen. Sie habe viele Sachen vorbereitet, bei denen die Kinder nicht unbedingt lesen und schreiben müssten. " Es gibt viele Beobachtungsaufgaben, die speziell auf Zootiere gemünzt sind", erzählt sie. So erklärt sie den Kindern beispielsweise, warum Strauße nicht fliegen können und warum Pinguine nicht einschrumpeln, obwohl sie sich so lange im Wasser aufhalten. "Es ist mir wichtig, dass die Kinder mit allen Sinnen begreifen", so Otterbeck-Meyer. Ein besonderer Spaß ist das mittlerweile schon zum Kult gewordene Glücksrad. "Dabei frage ich die Kinder in spielerischer Form über die Tiere aus", so Otterbeck-Meyer. Dabei gebe es keine Verlierer. "Jedes Kind gewinnt auf jeden Fall eine Kleinigkeit."

Wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich der Alpaca-Fütterung anschließen, etwas über Nashörner erfahren oder sich kreativ am Bastelstand ausleben. "Am Landeszootag wird zum regulären Preis viel Zusätzliches geboten", fasst Otterbeck-Meyer zusammen.

Auch im Rostocker Zoo kommen Schulanfänger voll auf ihre Kosten. Für alle ABC-Schützen und ihre Familien gibt es beim Zuckertütenfest auf der Eichenallee viel zu erleben. Auf dem Veranstaltungsplatz sorgen Tierschauen, Tierpflegersprechstunden, Ballett und Musik für ein abwechslungsreiches Programm.

Im Natur- und Umweltpark Güstrow (Nup) steht der Wolf im Mittelpunkt des Landeszootages. Unterstützung erhalten die Mitarbeiter insbesondere vom NABU Mecklenburg-Vorpommern, der den Besuchern mit verschiedenen Aktionen die Lebensweise des Wolfes näherbringt. "Das ist ein aktuelles und spannendes Thema", so Marketingbeauftragte Maren Gläser.

Alles in allem dient der Landeszootag dazu, noch mehr Menschen für die Arbeit der verschiedenen zoologischen Einrichtungen zu begeistern. Schon in den vergangenen Jahren strömten die Menschen deutschlandweit vermehrt in die Zoos und Tiergärten . Zwar fielen die Besucherzahlen im vergangenen Jahr nicht ganz so hoch aus, wie noch 2011. Trotzdem konnten die dem Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) angeschlossenen Einrichtungen mit mehr als 43 Millionen Eintritten die zweithöchste Besuchsfrequenz innerhalb der letzten zehn Jahre verbuchen. Allein der Rostocker Zoo verzeichnete für 2012 insgesamt 627 696 Besucher, in Schwerin waren es 238 066.

Durch den heutigen Landeszootag gewinnen die Zoos sicher noch viele weitere Fans. "Es ist ein besonderer Anreiz für Menschen, die nicht nur nach Erholung im Zoo suchen, sondern sich auch weiterbilden wollen", fasst Otterbeck-Meyer zusammen.

Service - Zoos und Tiergärten in der Region

  • Zoo Rostock

Geöffnet von 9 bis 18 Uhr,
freier Eintritt für Kinder bis 7 Jahre; Kinder bis 16 Jahren zahlen die Hälfte

Auf dem Veranstaltungsplatz gibt es Tierschauen, Sprechstunden mit den Tierpflegern sowie Ballett und Musik. „Der Nächste, bitte“ heißt es in der Sprechstunde bei Frau Puppendoktor Pille. Beim großen Gewinnspiel gibt es die Möglichkeit, eine Reise auf der AIDAstella zu gewinnen. Für ABC-Schützen und ihre Familien gibt es beim Zuckertütenfest auf der Eichenallee viel zu erleben. Neben dem „Musik Theater Cammin“ treten die „Perlen aus Groß-Klein“ oder „Georg der Zauberer“ auf. Außerdem erwartet die Schulkinder ein Zuckertütenparcours.


  • Zoo Schwerin

Geöffnet von 9 bis 18 Uhr, Kinderprogramm zum Landeszootag von 13 bis 17 Uhr, Eintritt: 12 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Kinder von 3 bis 17 Jahren

Bei Tier- und Kinderspielen können die kleinen Besucher hüpfen wie ein Känguru, watscheln wie ein Pinguin oder stelzen wie eine Giraffe. Um 15 Uhr gibt es eine Tümpeltour sowie die Möglichkeit, auf der Außenanlage Alpakas zu streicheln. Außerdem können den ganzen Tag die Jungtiere des Zoos bestaunt werden.


  • Natur und Umweltpark Güstrow


Geöffnet von 9 bis 19 Uhr; Veranstaltungen zum Landeszootag von 10 bis 17 Uhr; freier Eintritt für Kinder bis 16 Jahre

Hundetrainer erklären den Unterschied zwischen Wolf und Hund. Außerdem gibt es um 13 Uhr eine Ratgeberstunde mit einem Tierarzt. Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und der Landesjagdverband M-V haben Infostände aufgebaut, an denen sich die Besucher umfassend informieren können. Kinder können Gipsabdrücke zu gießen und Wolfsmasken zu basteln. Darüber hinaus gibt es Führungen zum Thema „Mensch und Wolf in der Vergangenheit und heute“. Außerdem gibt es Informationen über eWolfsbotschafter oder den Einsatz von Herdenschutzhunden.


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