Sport-Bauvorhaben in Schwerin : Warten auf Sportpark und Laufhalle

Der Sportpark Lankow soll einmal das Fußballzentrum in Schwerin werden - nur wann?
Der Sportpark Lankow soll einmal das Fußballzentrum in Schwerin werden - nur wann?

Wird es irgendwann einmal den Sportpark Lankow geben? Die Stadtvertreter wollten es so. Aber das Innenministerium hat da so seine Bedenken. Denn das künftige Fußballzentrum soll mehr als fünf Millionen Euro kosten.

svz.de von
31. Juli 2012, 06:48 Uhr

Lankow | Wird es irgendwann einmal den Sportpark Lankow geben? Die Stadtvertreter wollten es so. Aber das Innenministerium hat da so seine Bedenken. Es schrieb der Stadt: "Auf Grund der desolaten Haushaltslage der Landeshauptstadt Schwerin erscheint eine Umsetzung einer derart großen freiwilligen Investitionsmaßnahme sehr bedenklich." Denn immerhin soll das künftige Fußballzentrum mehr als fünf Millionen Euro kosten.

"Die Idee ist sehr reizvoll und deshalb auch noch lange nicht vom Tisch", sagt Baudezernent Wolfram Friedersdorff. "Es war aber allen von vornherein klar, dass das ein sehr langfristiges Geschäft wird." Von Heute auf Morgen geht da gar nichts.

Als erstes müsste das Vorhaben mit allen Beteiligten abgestimmt werden. "Wir brauchen von Vereinen und Stadtvertretern volle Rückendeckung", sagt Friedersdorff. Danach will er Gespräche führen: mit dem Landessportbund und mit der Abteilung Sport des Innenministeriums. "Auf Dauer wird ein solches Fußballzentrum nur Vorteile bringen und durch die Konzentration der Sportanlagen an einem Ort die Kosten für die Stadt senken." Ein Argument, dass schon lange ins Feld geführt wird. Nur verlangt das Innenministerium dafür einen Nachweis. Es will eine Wirtschaftlichkeitsbrechnung.

Mit der Eröffnung des Lankower Fußballzentrums könnten die Sportplätze in Görries, auf der Paulshöhe und auf der Krösnitz geschlossen, die Flächen anderweitig genutzt werden. "Die Verwertung ist schwierig", sagt der Baudezernent. "Für die Krösnitz liegt jetzt zwar ein Nutzungskonzept vor, aber für die Paulshöhe und für Görries haben wir noch gar nichts." Also kann auch keiner abschätzen, wie viel Geld durch den Flächenverkauf ins Stadtsäckel fließen würde. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ist damit derzeit auch nicht im Ansatz aufzustellen.

Auch ein weiteres Sport-Bauvorhaben der Landeshauptstadt hängt noch in den Entscheidungsrunden: Die durch Brandstiftung zerstörte Laufhalle im Lambrechtsgrund. Die Versicherung ist zwar bereit, den Schaden zu bezahlen - wenn die Halle wieder aufgebaut wird. Unklar ist noch, ob sie genauso wieder hergestellt werden muss, wie sie einmal war. Was macht die Versicherung, wenn die Halle eine andere äußere Form bekommt, nicht mehr lang gestreckt ist, sondern vielleicht kürzer, aber breiter, wenn also der Baukörper verändert wird? Was geschieht, wenn die neue Laufhalle an anderer Stelle gebaut wird? Fragen, die die Stadtverwaltung erst einmal klären muss, bevor es ans Bauen gehen kann. Ein Beginn der Arbeiten steht damit noch in den Sternen. "Bevor die Finanzen nicht endgültig geklärt sind, können wir nicht anfangen", sagt Baudezernent Friedersdorff.


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