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Tarifstreit Öffentlicher Dienst : Warnstreiks im Norden, Ordnungsämter Rostocks zu

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Die Gewerkschaft Verdi hat am Morgen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst nach Norddeutschland verlagert. So legten in Rostock Beschäftigte der Stadtverwaltung die Arbeit nieder. Die Ordnungsämter bleiben dicht.

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2012 | 08:57 Uhr

Schwerin | Schwerin/Rostock - Die Gewerkschaft Verdi hat am Morgen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst nach Norddeutschland verlagert. In Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein legten Beschäftigte von Kommunen und Bund die Arbeit nieder.

In Rostock versammelten sich vor dem Rathaus nach Verdi-Angaben Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Alle Ortsämter der Hansestadt sollen den ganzen Tag geschlossen bleiben. Geplant sind auch Warnstreiks bei der Rostocker Arbeitsagentur. Weitere Schwerpunkte des Warnstreiks in Mecklenburg-Vorpommern sind Wolgast, wo die Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie des Krankenhauses und der Sparkasse zur Teilnahme aufgerufen sind sowie die Bundeswehr-Standorte in Rostock-Hohe Düne und in Laage-Kronskamp.
In Hamburg wollten sich Beschäftigte des öffentlichen Dienstes um 8.30 Uhr zu einer eine zentralen Streikkundgebung vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof in der Hamburger Innenstadt treffen. «Wir rechnen mit 1000 Teilnehmern», sagte der Hamburger Verdi-Chef Wolfgang Rose. Betroffen von den Wanstreiks sollten vor allem Kindertagesstätten und Bundesbehörden sein.

In Schleswig-Holstein sind unter anderem Kindertagesstätten, Krankenhäuser, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Stadtverwaltungen und die Müllabfuhr betroffen. Man sei mit der Beteiligung zufrieden, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi in Kiel. Ähnlich äußerte sich auch ein Gewerkschaftssprecher in Lübeck. In Lauenburg an der Elbe ruhte seit dem frühen Morgen die Arbeit im Wasser- und Schifffahrtsamt.

In dem Tarifkonflikt geht es um die Gehälter von zwei Millionen Beschäftigten in Deutschland. Die Gewerkschaften verlangen eine Erhöhung der Einkommen um 6,5 Prozent, mindestens aber um 200 Euro. Aus Sicht der Arbeitgeber, die noch kein Angebot vorgelegt haben, ist dies viel zu viel. Die Tarifverhandlungen gehen in der nächsten Woche weiter.

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