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Kündigungsschutz und Lohnerhöhungen : Warnstreik in Postbank-Filialen in MV

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Während der Streiks am Freitag und Samstag kann es dazu kommen, dass auch Post-Filialen schließen müssen.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 11:45 Uhr

Die Warnstreiks in den Filialen der Postbank Filialvertrieb AG in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden ausgeweitet. Das teilte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) am Donnerstag mit. Demnach werden am Freitag, 13. Oktober, und Samstag, 14. Oktober, die Beschäftigten in allen Filialen zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen.

Da die Beschäftigten teilweise auch für den Betriebsablauf von Post-Filialen zuständig sind, kann es hier zu erheblichen Verzögerungen und Schließungen kommen, heißt es in der Mitteilung.

Die Tarifverhandlungen für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb AG sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG) wurden im September ergebnislos abgebrochen. Schwerpunkt der Verhandlungen ist ein Kündigungsschutz für die Beschäftigten.

„Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot vorgelegt, das auch eine Regelung für einen tariflichen Kündigungsschutz bis 2019 vorsieht, da dieser aber lediglich bis Mitte 2019 gelten soll und damit in einer Phase auslaufen würde, in der wir ein hohes Risiko für Arbeitsplatzabbau sehen, ist das so nicht akzeptabel. Wir wollen die Beschäftigten für die Phase der Integration von Postbank und Deutscher Bank schützen“, so Frank Schischefsky, Fachbereichsleiter für den Finanzdienstleistungsbereich von Verdi-Nord. Die Gewerkschaft fordert eine Verlängerung bis Ende 2022.

„Neben dem Kündigungsschutz ist es wichtig, auch die Gehälter fortzuentwickeln. Auch hier hat es leider keine Annäherung gegeben, da die Arbeitgeberseite nicht bereit war, über die angebotenen 1,5 Prozent zum 1. November 2017 und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019 hinauszugehen. Bei einer Inflation von 1,5 bis 2,0 Prozent würde dies einen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeuten“, sagt Schischefsky. Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Regelungen. Außerdem hat Verdi Gesprächsbedarf zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Vereinbarungen zur Digitalisierung beinhalten soll, heißt es in der Mitteilung weiter.

Verdi hat bereits angekündigt, die Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen zu intensivieren und in diesem Zusammenhang in eine Urabstimmung zu einem Erzwingungsstreik einzutreten. Zusätzlich zu den Streikaktionen, die zeitgleich auch in anderen Regionen stattfinden, hat Verdi mit einer bundesweiten Urabstimmung über einen unbefristeten Streik begonnen.

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