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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 19:04 Uhr

Stralsund : Warnstreik bei Pflegedienst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verdi fordert für die etwa 150 Beschäftigten einen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnsteigerungen, einheitlichen Zuschlägen und mehr Urlaub

Etwa 30 Beschäftigte der Hestia Pflege- und Heimeinrichtung Stralsund sind heute in einen Warnstreik getreten. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für die etwa 150 Beschäftigten einen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnsteigerungen, einheitlichen Zuschlägen und mehr Urlaub.

Die aktuelle Vergütung der Hestia-Mitarbeiter liege etwa 20 Prozent unterhalb des Lohnes für Sozial- und Pflegeberufe im Öffentlichen Dienst, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Johannes Brückner. Bislang habe sich die Firmenleitung Gesprächen mit der Gewerkschaft verweigert. Die Gewerkschaft sei zu Verhandlungen bereit. Geschäftsführer Christian Offermann widerspricht. „Der Arbeitskampf ist unangemessen“, sagte er. Demnach würden bei Hestia die Mitarbeiter mehr verdienen als beim größten Pflegedienstanbieter in Stralsund und Umgebung, der einen Haustarifvertrag mit Verdi abgeschlossen habe.

Ursache für die im Vergleich zum Süden Deutschlands geringere Bezahlung seien die niedrigen Pflegesätze in Mecklenburg-Vorpommern. Seit geraumer Zeit versuche Verdi die Mitarbeiter zu manipulieren, um Mitglieder zu gewinnen, sagte Hestia-Geschäftsführer Offermann. Seinen Angaben zufolge verdient eine examinierte Pflegekraft bei Hestia 2167 Euro, im örtlichen Vergleich seien es 2070 Euro.

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