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Eröffnung der Leuchtturm- und Sommersaison : Warnemünde macht sich frisch

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Bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt und sogar mit Schneegestöber sind die Besucher des Ostseebads lieber im Wintermantel gegangen. Dort war von Sommerstimmung noch nicht viel zu spüren.

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erstellt am 09.Apr.2012 | 08:10 Uhr

warnemünde | Bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt und sogar mit Schneegestöber sind die Besucher des Ostseebads lieber im Wintermantel und mit Mütze und Schal von Teehaus zu Teehaus gegangen, als der Eröffnungsfeier der Leuchtturmsaison in Warnemünde beizuwohnen. Dort war am Sonnabend von Sommerstimmung noch nicht viel zu spüren.

Zwar gaben sich die Herren des Shantychores De Klaashahns alle Mühe, das durchgefrorene Publikum mit Schunkelliedern zu wärmen, während die Leuchtturm-Wärter das Wahrzeichen des Ostseebades aufschlossen. Trotzdem wohnten der alljährlichen Eröffnung dieses Mal kaum mehr als ein Dutzend Menschen bei. Die Urlauber zogen es eher vor, das Ereignis von den umliegenden Cafés aus mit einer heißen Schokolade zu beobachten. "Ich bin extra für die Saisoneröffnung hier zum Leuchtturm gekommen, aber der Wind ist mir nun doch zu stark", sagte die Warnemünderin Kristina Wegert. Trotz der vielen tausend im Ort anwesenden Besucher blieben Strand, Promenade und die Molen daher eher leer. Abends wärmte aber das Warnemünder Osterfeuer die Gäste durch. Hunderte Besucher lockten die Flammen und der ausgeschenkte Glühwein an den Strand.

Schon am Ostersonntag aber war der Alte Strom wieder wie gewohnt gut gefüllt und die Cafés konnten wieder ihre Tische und Stühle rausstellen. Traumhafter Sonnenschein lud zum Osterspaziergang ein und einige Waghalsige trotzten gar der eisigen Wassertemperatur von fünf Grad Celsius und warfen sich in die Wellen. Auch die ersten Wassersportler nutzten die wärmende Sonne, um ihre persönliche Saison zu eröffnen: Wind- und Kitesurfer konnten wieder ihr Spiel mit den Wellen spielen.

Der Wind ermöglichte es auch, einen Drachen steigen zu lassen, was vor allem die vielen Kinder freute. Sie genossen den Ostersonntag und konnten am Strand herumtoben. Der Thüringer Andreas Wendt, Vater von Drillingen, freute sich über einen rundum gelungenen Tag: "Morgens konnten wir bei Nienhagen Ostereier suchen und am Nachmittag am Alten Strom und am Strand spazieren gehen. So sollte Ostern immer sein."

Millionen Besucher werden auch dieses Jahr wieder erwartet und sollen die Hotels und Restaurants des Ostseebads füllen. Allein die Warnemünder Woche und die Hanse Sail locken jedes Jahr jeweils etwa eine Million Menschen in die Hansestadt. Dass bei all dem Trubel von Zeit zu Zeit die Ostseeromantik ein wenig verloren geht, müssen die Warnemünder dabei wohl in Kauf nehmen. Das fällt aber vielen an sonnigen Tagen wie dem Ostersonntag gar nicht so schwer.


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