Bevölkerungsschutz MV : Warn-App kaum bekannt

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Nur 7000 Menschen un MV nutzen die Notfall-Information- und Nachrichten-App „Nina"

svz.de von
13. August 2016, 16:00 Uhr

Etwa 7000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern haben nach Angaben des Innenministeriums die Warn-App Nina auf ihrem Smartphone gespeichert. Die Abkürzung steht für Notfall-Information- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK), mit der die Handybesitzer im Notfall kostenlos gewarnt werden. Mit seiner Nutzerzahl liege Mecklenburg- Vorpommern weit hinter Ländern wie Nordrhein-Westfalen mit fast 500 000 Nutzern, teilte das Ministerium am Freitag in Schwerin mit.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zufolge ist die App zu wenig bekannt. Das will er gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband ändern.

Auf der Internetseite des Ministeriums werde bereits ein kurzes Video gezeigt, das die Warn-App vorstelle und ihre Anwendung erklären.

Die behördliche App könne auf alle iOS- und Android- Smartphones (ab Version 8.0 bzw. Version 4) geladen werden. Nina arbeite auf Grundlage des Modularen Warnsystems des Bundes (MoWaS). Alle Lagezentren der Länder und viele Leitstellen - in Mecklenburg- Vorpommern die in Schwerin - könnten Warnmeldungen im System auslösen, welche dann automatisch an die App weitergeleitet werden.

Nina sei somit eine Ergänzung zu Rundfunk, Fernsehen und Sirenen, um die Bevölkerung zu warnen und zu informieren, sagte der Minister.

Im Land gebe es momentan kein flächendeckendes System zur Warnung mit „Weckeffekt“ wie durch Sirenen. Nina-Nutzer erhalten neben Warnmeldungen zu Gefahren wie Großbränden oder Gefahrstoffausbreitungen auch Hochwasser- und Wetterwarnungen. 

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