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Bürgerinitiative : Waldheimer wehren sich gegen mehr Verkehr

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Eine Bürgerinitiative im Wariner Ortsteil Waldheim macht mobil gegen mehr Verkehr durch das kleines Dorf. Über 60 Anlieger haben sich gegen einen von den Stadtvertretern gefassten Grundsatzbeschluss ausgesprochen.

svz.de von
erstellt am 16.Mär.2012 | 11:32 Uhr

Warin | Eine Bürgerinitiative im Wariner Ortsteil Waldheim macht mobil gegen mehr Verkehr durch das kleines Dorf. Über 60 Anlieger haben einen Brief an Bürgermeister Michael Ankermann und die Stadtvertreter unterschrieben, in dem sie sich gegen einen von den Stadtvertretern gefassten Grundsatzbeschluss aussprechen. Nach diesem soll die bisherige Zufahrt zur Feriensiedlung am Glammsee für Autos gesperrt und der Verkehr stattdessen durch Waldheim geleitet werden. Ein Hintergrund sind der unhaltbare Zustand und die hohen Kosten für den Ausbau der bisherigen Straße (SVZ berichtete ausführlich).

Hans Kaiser, Ansprechpartner der Bürgerinitiative, verweist auf Probleme, die mit einer Verlegung des Verkehrs einhergehen würden. So kämen an einer Stelle des Hohlwegs im Wald zwei Pkw nicht aneinander vorbei. Die Waldheimer müssten hier bei Gegenverkehr rückwärts fahren und kompliziert manövrieren. Die Unterzeichner des Briefs verweisen auf weitere Probleme der rund einen Kilometer längeren Zufahrt zum Feriendorf. Darunter zwei unübersichtliche 90-Grad-Kurven im Bereich des Wohngebiets am Glammsee, Wildwechsel, Spaziergänger und Radfahrer auf der Strecke, die man recht spät erkenne, eine zusätzliche Lärmbelästigung entlang der Trasse durch Waldheim, Gefahr für spielende Kinder. Kaiser zeigte SVZ zudem das letzte unbefestigte Stück der Straße zwischen Waldheim und dem Feriendorf mit einer engen Passage, an der sich beiderseits Sumpf befindet. Die Löcher im Weg verweisen auf den schlechten Untergrund. Wenn hier der Verkehr entlang geführt werde, sei der Weg bald in ähnlich schlechtem Zustand wie der zwischen Schweriner Straße und Feriendorf, der jetzt gesperrt werden soll.

Die Stadtvertreter sollten noch einmal die Befestigung des bisherigen Weges in Betracht ziehen, erklärt die Bürgerinitiative.

"Ich nehme das schon ernst", erklärte gestern dazu Warins Bürgermeister Michael Ankermann. Er sehe es aber auch nicht dramatisch. Die Argumente, die von der Bürgerinitiative vorgetragen werden, seien nicht neu, die Straßenverhältnisse bekannt. "Das werden wir berücksichtigen", so der Bürgermeister. Die Stadtvertreter hätten zunächst den Grundsatzbeschluss gefasst, die Umsetzung werde eine Zeit in Anspruch nehmen. Die Straße nach Waldheim sei eine öffentliche Straße, so der Bürgermeister weiter. Er wisse, dass einige Vermieter der Feriensiedlung ihren Gästen bereits jetzt den Tipp geben, diesen bequemeren Weg zu nehmen. "Wir bauen keine Autobahn", erklärt Ankermann. Die Zunahme des Verkehrs zu 18 Ferienhäusern würde sich in Grenzen halten.

Das von der Bürgerinitiative angesprochene Problem mit dem unbefestigten Teil des Weges soll genauer analysiert werden.


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