Usedomer Küstenwald : „Waldgebiet des Jahres“ auf Usedom gekürt

Das Waldgebiet umfasst auf deutscher Seite etwa 5000 Hektar.
Das Waldgebiet umfasst auf deutscher Seite etwa 5000 Hektar.

Viele Touristen nutzen den Wald für Wanderungen und Radtouren. Dennoch gelingt eine nachhaltige Nutzung.

svz.de von
20. März 2016, 21:00 Uhr

Der Usedomer Küstenwald ist das „Waldgebiet des Jahres 2016“. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) übergab am Samstag die Auszeichnung an das Forstamt Neu Pudagla. Der Küstenwald reicht vom Peenemünder Haken im Norden Usedoms bis zum polnischen Teil der Insel im Süden. Es sei vorbildlich, wie die Forstleute es im Küstenwald Usedom schafften, nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften. Zudem gelinge es, den hohen Besucherdruck durch zahlreiche Touristen mit dem Küstenschutz, dem Naturschutz und der forstlichen Nutzung in Einklang zu bringen.

Der Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute, Hans Jacobs, würdigte zudem den Ausgleich der unterschiedlichsten Interessen zwischen Waldschutz und Waldnutzung. Hier leisteten die Förster tagtäglich schwierigstes Konfliktmanagement.

Das Waldgebiet umfasst auf der deutschen Seite rund 5000 Hektar, davon 2600 Hektar Landeswald, 1650 Hektar Bundeswald sowie 500 Hektar Privatwald und 250 Kommunalwald. Artenvielfalt ist dem Bund Deutscher Forstleute zufolge im Küstenwald Usedom oberstes Prinzip. So befinden sich hier 55 Hektar Feuchtbiotope, 54 Hektar Altbauminseln ohne spätere Nutzung und 31 Hektar Waldwiesen. Insgesamt sind im Usedomer Küstenwald mit sechs FFH-, einem Vogelschutz- und vier Naturschutzgebieten rund 1720 Hektar unter Schutz gestellt.

Oberstes Ziel sei die Nachhaltigkeit. Die Waldbestände haben einen Zuwachs von etwa 8,1 Kubikmeter pro Jahr und Hektar. Genutzt würden davon nur etwa 60 Prozent. Die Baumartenpalette umfasst etwa 50 Arten. Hauptbaumart ist mit etwa 60 Prozent die Kiefer, gefolgt von Rotbuche (12 Prozent) und Erle (7 Prozent).

Für Agrarminister Till Backhaus (SPD) ist die Auszeichnung eine Bestätigung der Arbeit der Forstleute. Der Küstenwald Usedom besteche vor allem durch seine Nähe zum Meer, sagte Backhaus. Seine besondere Lage habe dazu geführt, dass hier, wie in kaum einem anderen Wald, Naturschutz, Küstenschutz sowie touristische und forstliche Nutzungsinteressen beispielhaft miteinander in Einklang stehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen