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Mecklenburg-Vorpommern : Waldaktie verteuert sich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit dem Erlös aus Waldaktien sind bisher 70 Hektar Wald angepflanzt worden.

Die Nachfrage nach Waldaktien ist in Mecklenburg-Vorpommern ungebrochen hoch. Rund 70    000 Stück seien seit 2007 verkauft worden, jeweils zur Hälfte an Privatpersonen und an Unternehmen, sagte Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Samstag. Es gebe bislang keine Hinweise, dass die Nachfrage nachlasse und die bisherige Geschwindigkeit von ein bis zwei neuen Klimawäldern pro Jahr nicht beibehalten werden könne.

Erste Ergebnisse einer kleinen Studie der Universität Greifswald zeigten, dass die Aktienkäufer einerseits die Kompensation von Treibhausgas-Emissionen für den Klimaschutz anstreben, aber damit stellvertretend auch ein „Stück Mecklenburg-Vorpommern“ kaufen oder verschenken wollen.

Bei Sassnitz auf Rügen entsteht über den Verkauf von Waldaktien ein neuer Klimawald. Die ersten Bäume dafür sind am Samstag gepflanzt worden, wie das Ministerium mitteilte. Er ist der landesweit 14. Klimawald, der seit 2007 angelegt wurde. Bei Malchow in der Mecklenburgischen Seenplatte und bei Damerow auf Usedom wurden bestehende Klimawälder durch die erste Herbstpflanzaktion erweitert.  Waldaktien werden für jeweils zehn Euro verkauft. Mit dem Geld werden neuerdings fünf Quadratmeter Wald angepflanzt und über fünf Jahre gepflegt. Bislang waren es zehn Quadratmeter. Wegen gestiegener Bodenpreise und teurer gewordener Pflege habe sich auch die Waldaktie verteuert, sagte Backhaus. 

Der Preis beinhalte die Vorbereitung der Pflanzfläche, den Kauf von Setzlingen, den Bau und die Aufstellung von Zäunen als Verbissschutz, die Pflege der Anpflanzungen und im Extremfall die Neuanpflanzung.  

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