Landtagswahl MV : Wahlhelfer gesucht – Rostock droht mit Zwang

Für die Landtagswahl braucht MV 13.300 Helfer. Noch werden Freiwillige gesucht. Eine Zwangsverpflichtung ist nicht ausgeschlossen.

von
09. August 2016, 05:00 Uhr

Vier Wochen vor der Landtagswahl fehlen in Mecklenburg-Vorpommern noch immer Wahlhelfer. Erstmals wird es bei der Wahl am 4. September weniger als 2000 Wahllokale im Land geben.

Etwa 180 Freiwillige werden aktuell noch in Rostock für ein Wahlehrenamt gesucht. 1120 Helfer hätten sich inzwischen für die 134 allgemeinen Wahlvorstände und 28 Briefwahlvorstände gemeldet, teilte die Stadt gestern auf Anfrage mit. Sollte die ausreichende Zahl an Wahlhelfern nicht erreicht werden, können Zwangsverpflichtungen nicht ausgeschlossen werden, sagte Bettina Bestier, Leiterin des Bereichs Grundsatz/Wahlen in der Stadtverwaltung. „Wir hoffen aber auf ausreichendes freiwilliges Engagement.“ Bei den Europa- und Kommunalwahlen im vergangenen Jahr konnte Rostock den Bedarf allerdings nicht allein mit Freiwilligen decken. Kurz vor ultimo fehlten 350 Helfer, es mussten Berufungen verschickt werden.

In Schwerin findet am 4. September nicht nur die Landtags- sondern auch die Bürgermeisterwahl statt. Hierfür werden etwas mehr als 600 Wahlhelfer benötigt. Wie die Landeshauptstadt mitteilte, fehlen noch etwa 30 Helfer. Neben einer Aufwandspauschale von 30 bis 40 Euro für den Einsatz am Wahltag lockt Schwerin seine Verwaltungsangestellten außerdem mit einem Freizeitausgleich zum Dienst an der Wahlurne. Die Zahl der Wahllokale und der benötigten Helfer war bislang bei keiner Landtags- oder Bundestagswahl so niedrig wie in diesem Jahr, was mit der demografischen Entwicklung und neuen gesetzlichen Regelungen begründet wird. So werden für die 1896 Wahlbezirke ungefähr 13  300 Wahlhelfer gebraucht. Bei der letzten Landtagswahl 2011 gab es noch 2092 Wahlbezirke mit ungefähr 14  650 Helfern.

In Neubrandenburg sollen 46 Wahllokale und 322 Wahlhelfer für den reibungslosen Ablauf der Landtagswahl sorgen. „Alle stehen bereit, wir haben keinen Bedarf mehr“, hieß es aus der Pressestelle.

Auch in der Hansestadt Greifswald konnten bereits alle 391 notwendigen Wahlhelfer für den 4. September rekrutiert werden. 204 von ihnen sind Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen