Nach Anwältin-Mord in Waren : Waffe noch weg, Verdächtiger schweigt

Einen Monat nach dem Mord an einer Anwältin in Waren an der Müritz sucht die Polizei noch immer nach der Tatwaffe.

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01. März 2018, 09:37 Uhr

„Die Suche war bisher nicht erfolgreich, aber wir hoffen auf die weiteren Ermittlungen“, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft. Der 79 Jahre alte Verdächtige befinde sich weiter in Untersuchungshaft wegen „eines dringenden Tatverdachts“. Der Rentner soll die 67 Jahre alte Juristin am 1. Februar kurz vor Mittag in ihrem Anwaltsbüro mit mehreren Schüssen aus einer Pistole getötet haben und zu Fuß geflohen sein.

Polizisten nahmen den Warener noch am Abend des 1. Februar bei der Durchsuchung seiner Wohnung fest. Diese befindet sich etwa zwei Kilometer westlich des Tatortes in einem Hochhaus. „Wir befragen weitere Zeugen und hoffen, die Spurenlage so zu verdichten, dass es bald eine Anklage geben kann“, sagte der Sprecher. Der Verdächtige hatte die Tat anfangs bestritten, sich später aber nicht mehr dazu geäußert. Weitere Vernehmungen wünsche der Verteidiger nicht.

Das Amtsgericht hatte Haftbefehl wegen Mordverdachts und möglicher Fluchtgefahr erlassen. Die Ermittler sehen das Motiv in „langjährigen vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Verhafteten sowie der Anwältin und deren Mann.“

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