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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 16:16 Uhr

Wärme kommt zentnerweise ins Haus

vom

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2012 | 11:17 Uhr

Hagenow | Der Winter nimmt allmählich Fahrt auf. Die für diese Jahreszeit in den vergangenen Wochen doch relativ milden Temperaturen sorgen für volle Kohlelager bei den Brennstoffhändlern in der Region. Das sei für die Branche nicht gerade förderlich, viel Geld wurde bisher nicht verdient, wie Sibylle Schwarz vom Regionalen Auslieferservice Brennstoffe aus Hagenow-Land im Gespräch mit SVZ bestätigte.

Nach der Tour ist vor der Tour

Wenn Kraftfahrer Uwe Reimann von seiner Auslieferungstour mittags zurück kommt, bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Der Lastwagen muss mit gefüllten Kohlesäcken beladen werden, die er dann am nächsten Vormittag den Kunden in den Keller oder den Schuppen trägt. Er bringt die Wärme sozusagen zentnerweise nach Hause.

"Im vergangenen Winter hatten wir sehr gut zu tun, nicht zuletzt deshalb, weil die kalte Jahreszeit recht früh eingesetzt hatte. Es lag mehr Schnee - viele werden sich daran noch erinnern - was für unsere Männer natürlich mehr Strapazen bedeutete", blickt die Geschäftsführerin des Regionalen Auslieferungsservice Brennstoffe, kurz RAB, zurück. "In diesem Jahr war die gesamte Situation bisher doch etwas ruhiger. Die Leute haben sich übers Jahr bei uns gut mit Brennstoffen bevorratet, wir liefern feste und flüssige Brennstoffe aus, und die Sommereinlagerungen wurde gut angenommen", sagt Sibylle Schwarz, die darauf aufmerksam macht, dass die Preise für Brennstoffe in der warmen Jahreszeit immer günstiger sind als jetzt. Außerdem sei im Sommer die Belieferung unkomplizierter, gäbe es keine glatten und verschneiten Straßen und Grundstücke. Manch einer habe zudem nicht die Möglichkeiten, die Kohle über Monate zu lagern.

Bisheriger milder Winter sorgte für Umsatzknick

"Wenn der Winter dann streng und lang ist, so wie in den vergangenen beiden Jahren, sind die Verbraucher mitunter genötigt, Brennstoffe nachzuordern. In diesem Jahr war das bisher nicht so. In beiden Bereichen, bei festen und bei flüssigen Brennstoffen, war es bisher relativ ruhig", beklagt die Händlerin den Umsatzknick in diesem Winterhalbjahr, schließlich sei man witterungsabhängig, ob man das gut oder schlecht finde. Die Zahlen sprächen für sich. Nach ersten Schätzungen geht die Geschäftsführerin von einem Umsatzminus von etwa 50 Prozent im Vergleich zum vergangenen Januar aus.

Uwe Reimann, er ist Kraftfahrer im Bereich der Festbrennstoffe, trägt den Leuten die Kohlen direkt in den Keller, sein Kollege Sven Grube beliefert Privat- und Geschäftsfkunden mit flüssigen Brennstoffen, Heizöl und Diesel. Uwe Reimann ist bereits seit 30 Jahren dabei, viele Kunden kennt er seit langem. Vor allem ältere Einwohner in den Gemeinden rund um Hagenow haben ihren Kachelofen behalten und heizen traditionell mit Holz und Brikett.

Zudem finden immer mehr Häuslebauer die Wärme der modernen Öfen sehr interessant, auch als Übergangsheizung bei den explodieren Rohstoffpreisen. Reimann fährt von der Eisenbahnerstraße in Hagenow bis nach Lauenburg und Wismar, beliefert von Parchim bis Lübz und weiter runter bis nach Wittenberge. Nun wünscht sich die Mannschaft im Hagenower Kohlehandel nichts sehnlicher als noch einige frostige Tage.


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