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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 07:44 Uhr

Wohnraum : Wachsender Leerstand befürchtet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr Wohnungen trotz sinkender Einwohnerzahl.

von
erstellt am 17.Okt.2014 | 07:30 Uhr

Dank niedriger Hypothekenzinsen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern immer mehr Wohnungen – obwohl die Einwohnerzahl weiter sinkt. Wohnungsunternehmen befürchten deshalb einen zunehmenden Leerstand in den Städten.

„Von Ende 2010 bis Ende 2013 stieg die Zahl der Wohnungen im Land um etwa 12 100 auf etwa 886 300“, sagte gestern Urte Helms vom Fachbereich Baugewerbe und Bautätigkeit im Statistisches Amt. Fast 20 000 Wohnungen wurden in dem Zeitraum neu errichtet aber nur 7700 abgerissen oder für eine andere Nutzung umgebaut.

Die größten Wachstumsraten hatte der Landkreis Rostock zu verzeichnen. Dort wuchs der Bestand allein im vergangenen Jahr um 660 auf 108 620 Wohnungen. Die Stadt Rostock hatte im selben Zeitraum 516 Wohnungen mehr auf dem Markt. Im Landkreis Ludwigslust war es ein Plus von 171 und in Schwerin von 55 Wohnungen. Die Einwohnerzahl verringerte sich 2013 landesweit um 4 350 Personen.

Darum befürchtet der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen, zuständig für 153 kommunale Wohnungsgesellschaften mit 276 000 Wohungen, einen wachsenden Leerstand. „Wir wollen deshalb in Mecklenburg-Vorpommern ab 2015 etwa 2500 unattraktive Wohnungen abreißen“, sagte Verbandssprecher Peter Hitpaß gegenüber unserer Redaktion. Derzeit stehen nach Angaben des Statistischen Amtes 6,3 Prozent der Wohnungen im Land leer – 1995 waren es noch 5,4 Prozent. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede: Rostock hat aktuell eine Leerstandsquote von 3,8 Prozent und Schwerin von 10,7 Prozent.

Allerdings ist durch das Überangebot keine Mietpreisverfall zu erwarten. „Mit 4,87 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter im Schnitt sind die Mieten im Bereich unseres Verbandes bereits sehr niedrig“, meinte Hitpaß.

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